In Mainz, wo die Stimmung am letzten Spieltag der Bundesliga aufgeladen war, erlebte der 1. FC Heidenheim ein bitteres Ende seiner dreijährigen Reise in der höchsten deutschen Fußballliga. Am 34. Spieltag mussten sie sich dem 1. FSV Mainz 05 mit 0:2 geschlagen geben. Der Druck war hoch, denn Heidenheim brauchte unbedingt einen Sieg, um die Relegation zu erreichen. Das Team war auf das Ergebnis des Spiels zwischen St. Pauli und Wolfsburg angewiesen, doch alle Hoffnungen zerschlugen sich rasch.
Phillip Tietz eröffnete in der 7. Minute das Torfestival für die Mainzer. Nach einer präzisen Flanke von Kacper Potulski war es nicht schwer für ihn, den Ball im Netz zu versenken. Heidenheim hatte in der ersten Halbzeit zwar einige Chancen, darunter einen vielversprechenden Schuss von Arijon Ibrahimovic, der jedoch knapp das Ziel verfehlte. Beide Teams schafften es, die Latte zu treffen, aber letztlich war es Nadiem Amiri, der in der 43. Minute nach einem Pass von Tietz das zweite Tor erzielte und damit die Heidenheimer Träume endgültig begrub.
Der Abstieg ist besiegelt
Die Bundesliga-Reise des 1. FC Heidenheim endet, zumindest vorerst. Trainer Frank Schmidt, der seit 2007 im Amt ist, hatte das Team in der vergangenen Saison über die Relegation gegen die SV Elversberg in die Liga geführt, doch in dieser Saison reichte es nicht. Trotz einer starken Moral in den letzten Wochen, in denen Heidenheim in sechs von sieben Spielen punkten konnte, war der letzte Spieltag leistungsmäßig schwach. Der Rückstand auf den Relegationsplatz hatte sich von zehn auf null Punkte verringert, doch die Enttäuschung über die Niederlage gegen Mainz war groß. Heidenheim schloss die Saison als Tabellenvorletzter ab. Mainz 05 hingegen konnte den Klassenerhalt bereits frühzeitig sichern und beendete die Saison auf dem zehnten Platz.
Ein Blick auf die Historie der Absteiger in die 2. Bundesliga zeigt, dass Heidenheim nicht der einzige Verein ist, der in dieser Saison den bitteren Gang antreten muss. Teams wie der VfL Osnabrück, Jahn Regensburg oder Eintracht Braunschweig haben in der Vergangenheit ähnliche Schicksale erlebt. Die nächste Saison wird für den FCH eine neue Herausforderung darstellen, in der sie versuchen müssen, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Das wird nicht einfach, aber im Fußball geht es bekanntlich oft um mehr als nur die Tabelle – es geht um Leidenschaft, Treue und die Hoffnung auf bessere Zeiten.