Marko Boos, ein in der malerischen Umgebung der Mosel aufgewachsener Mann, hat sich in den letzten Jahren als ein zentraler Akteur in der Kommunalpolitik des Kreises Mayen-Koblenz etabliert. Nach seinem Studium der sozialen Arbeit in Köln lebt Boos nun in Nickenich und hat dort seine Wurzeln geschlagen. Zusammen mit seiner Frau und den vier Kindern gestaltet er nicht nur sein eigenes Familienleben, sondern auch die Zukunft seiner Gemeinde.

Als ehemaliger stellvertretender Leiter für Kinderschutz und pädagogische Hilfen im Jugendamt des Kreises Cochem-Zell bringt er wertvolle Erfahrungen mit. Seit 2020 ist Boos Geschäftsführer und Direktor des Jugendhilfezentrums Bernardshof in Mayen, was ihm einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und Chancen der sozialen Arbeit vor Ort verschafft. Bei der letzten Kommunalwahl am 9. Juni konnte er mit 33,8 % der Stimmen für die SPD einen bemerkenswerten Erfolg erzielen. Knapp dahinter folgten Christian Altmaier von den Freien Wählern mit 33,5 % und Pascal Badziong von der CDU mit 32,7 % der Stimmen.

Politische Visionen für Mayen-Koblenz

Boos, der jetzt 48 Jahre alt ist, hat ambitionierte Pläne für die Region. Ein zentrales Anliegen ist die Verbesserung der Mobilität im Kreis Mayen-Koblenz durch innovative, bedarfsorientierte Lösungen. So möchte er unter anderem die Installation von Ladesäulen für Elektroautos vorantreiben und den Fuhrpark auf E-Mobilität umstellen. Ein weiterer Punkt auf seiner Agenda ist die Sicherung der Geburtenstation in Mayen, was in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stößt.

Besonders wichtig ist ihm die Frage der kommunalen Handhabung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein. Boos ist der festen Überzeugung, dass eine solche Einrichtung nicht in die Hände profitorientierter Unternehmen gehört. Er setzt sich dafür ein, dass die medizinische Versorgung in der Region auf einem hohen Niveau bleibt und weiterhin der Allgemeinheit zugutekommt.

Ein weiteres großes Ziel, das Boos verfolgt, ist die Schaffung eines klimaneutralen Kreises bis 2040. Hierbei sieht er die Notwendigkeit einer überregionalen Zusammenarbeit. Die Digitalisierung der Verwaltung, unter anderem durch das Projekt „SmartCity“, wird von ihm als Schlüssel zur Effizienzsteigerung und zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürger angesehen. Auch die digitale Infrastruktur in Schulen möchte er entscheidend verbessern; schließlich sind gut ausgebildete Kinder die Zukunft der Region.

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Engagement für soziale Belange

Die Bedeutung der sozialen Arbeit in der Kommunalpolitik wird nicht nur von Boos erkannt, sondern auch von anderen Akteuren der Gesellschaft. So hat die Diakonie Hessen bei den Kommunalwahlen in Hessen kürzlich auf die Verantwortung der gewählten Mandatsträger für soziale Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit hingewiesen. Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, betont, dass eine starke Kommune für alle Menschen da sein sollte, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Status.

Die Herausforderungen, vor denen Kommunen stehen, sind vielfältig und erfordern ein starkes Engagement aller Beteiligten. Die Diakonie engagiert sich in Nachbarschaften und setzt sich für Menschen am Rand der Gesellschaft ein. Soziale Arbeit vor Ort ist von zentraler Bedeutung, um Teilhabe zu fördern und Einsamkeit zu verhindern. Boos‘ Ansatz, die Lebensqualität im Kreis Mayen-Koblenz durch soziale und ökologische Maßnahmen zu verbessern, passt perfekt in diesen Kontext.

Die Menschen in der Region können gespannt sein, wie sich die nächsten Monate entwickeln und inwiefern Boos‘ Visionen Gestalt annehmen werden. Die Herausforderungen sind groß, aber mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Bürger und einem starken sozialen Engagement lässt sich vieles erreichen. Man darf gespannt sein, wie sich die politische Landschaft unter seiner Ägide weiterentwickeln wird.