Am 28. Mai kam es in der Innenstadt von Neustadt an der Orla (Saale-Orla-Kreis) zu einem verheerenden Brand, der mehrere historische Gebäude in Mitleidenschaft zog. Die Polizei hat mittlerweile Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen. Ein möglicher Auslöser könnte ein Gasbrenner gewesen sein, der zum Unkrautvernichten eingesetzt wurde. Wie genau es zu diesem Unglück kam, ist noch unklar, doch die Folgen sind dramatisch.

Insgesamt kämpften 225 Feuerwehrleute gegen die Flammen, was schon mal die Dimension des Einsatzes verdeutlicht. Zwei Gebäude brannten vollständig aus, darunter eine Apotheke, eine Arztpraxis und eine Anwaltskanzlei. Ein angrenzendes Optikgeschäft wurde erheblich beschädigt. Die Feuerwehr suchte intensiv nach Glutnestern im Dachbereich; dabei musste sogar das Dach abgetragen werden, weil mehrere Zwischendecken einstürzten. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, was bei einem solchen Großbrand ein echter Lichtblick ist.

Evakuierung und große Schäden

Die Innenstadt rund um die Ernst-Thälmann Straße wurde großräumig abgesperrt. Anwohner erhielten die Aufforderung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, um nicht den giftigen Rauch einzuatmen. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht bezifferbar, erste Schätzungen gehen jedoch von einem Schaden in Millionenhöhe aus. Komischerweise gab es in Thüringen in den letzten Tagen noch weitere Brände. Im Weimarer Land etwa geriet ein Mülllaster in Brand, die Feuerwehr musste drei Tonnen Verpackungsmüll entladen. Als mögliche Ursache wird eine Batterie vermutet. Und dann war da noch das Feuer auf der Runneburg bei Weißensee – ein unwiederbringlicher Verlust, denn dort gingen die Särge der Fürsten von Schwarzburg in Flammen auf.

In Schlöben, einem Nachbardorf, wurde eine 14-Jährige durch eine Stichflamme schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Auch hier ermittelt die Polizei. Die Geschehnisse der letzten Tage werfen ein Licht auf die Risiken, die durch fahrlässigen Umgang mit Feuer und brennbaren Materialien entstehen können.

Die Ermittlungen zur genauen Brandursache in Neustadt an der Orla laufen noch. Die Polizei geht davon aus, dass ein Unkrautvernichter im Spiel war, was die Tragik der Situation noch verstärkt. Es ist ein klarer Reminder, wie schnell aus einer harmlosen Gartenarbeit ein großes Unglück entstehen kann. Die Anwohner und Geschäftsinhaber werden sicherlich noch lange mit den Folgen dieses Vorfalls zu kämpfen haben.

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Für weitere Informationen zu den Ereignissen in Neustadt an der Orla könnt ihr die Quelle hier nachlesen.