Wechsel im Brand- und Katastrophenschutz im Rhein-Hunsrück-Kreis
Am 1. Juli 2023 wurde im Rhein-Hunsrück-Kreis eine bedeutende personelle Veränderung im Bereich Brand- und Katastrophenschutz vollzogen. Markus Wittich, der als Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kastellaun bereits umfassende Erfahrungen gesammelt hat, wurde zum ehrenamtlichen stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (stv. BKI) ernannt. Diese Bestellung übernahm Landrat Volker Boch in einem feierlichen Rahmen, der auch BKI Peter Link und Dezernentin Sandra Zilles umfasste. In seiner neuen Rolle wird Wittich die Arbeit des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs unterstützen und zur Stärkung der Sicherheitsstrukturen in der Region beitragen.
Wittich bringt nicht nur seine Führungserfahrung mit, sondern hat auch aktiv an der Entwicklung des Feuerwehrwesens in seiner Heimatregion mitgewirkt. Seine Kenntnisse der Führungsstrukturen und praktische Einsatzerfahrung sind essentielle Grundlagen für die Herausforderungen, die auf ihn zukommen. Landrat Boch nutzte die Gelegenheit, um Wittich für seine Bereitschaft zu danken, zusätzliche Verantwortung im Ehrenamt zu übernehmen. Er betonte, wie wichtig das Engagement ehrenamtlicher Einsatzkräfte für die Sicherheit der Bürger ist und stellte klar, dass Wittich eng mit BKI Peter Link und Andreas Roth, einem weiteren stellvertretenden BKI, zusammenarbeiten wird.
Wechsel an der Spitze des Katastrophenschutzes
Diese Ernennung kommt nicht von ungefähr. Denn nur wenige Tage zuvor, am 30. September, wurde Stefan Bohnenberger, der seit 2012 das Amt des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs innehatte, von Landrat Boch verabschiedet. Bohnenberger legte sein Ehrenamt nieder, nachdem er über 25 Jahre lang verschiedene Funktionen im Katastrophenschutz für den Landkreis ausgeübt hatte. Während einer letzten Kreistagssitzung wurde ihm mit großem Beifall für seine Verdienste gedankt. Er war maßgeblich an der Erstellung von Alarm- und Einsatzplänen sowie an Übungsszenarien beteiligt und setzte einen Schwerpunkt auf die Qualität der Ausbildung.
Mit Peter Link, der ab dem 1. Oktober die Nachfolge antrat, wird eine neue Ära im Katastrophenschutz eingeläutet. Boch stellte Link der Öffentlichkeit vor und äußerte sich optimistisch über dessen zukünftige Entscheidungen. Beide, Link und Boch, freuen sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit – ein wichtiger Schritt, um den Herausforderungen im Katastrophenschutz gerecht zu werden.
Die Bedeutung des Ehrenamts im Katastrophenschutz
In Deutschland ist der Zivil- und Katastrophenschutz stark auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Diese Form der Mitarbeit ist ein essenzieller Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Umso wichtiger ist es, dass es weiterhin Strukturüberlegungen und zukunftsorientierte Lösungen gibt, um die ehrenamtliche Mitarbeit langfristig zu sichern. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat deshalb das Referat N.I.4 ins Leben gerufen, das sich speziell mit der Förderung und Entwicklung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz beschäftigt. Hier werden Netzwerke zwischen allen Beteiligten gefördert, um eine effektive und nachhaltige Unterstützung sicherzustellen.
Das Engagement von Menschen wie Markus Wittich und Peter Link zeigt, wie wichtig es ist, dass die Strukturen im Brand- und Katastrophenschutz kontinuierlich weiterentwickelt werden. Mit ihrem Einsatz leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit der Bürger im Rhein-Hunsrück-Kreis und darüber hinaus.
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