Veränderungen in der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau 2026
In der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau hat sich kürzlich einiges getan – und das nicht nur in den Feuerwehreinheiten. Die Veränderungen, die sich hier im ersten Halbjahr 2026 vollzogen haben, sind nicht nur für die Feuerwehr, sondern auch für die gesamte Gemeinde von Bedeutung.
Am 24. Juni und 1. Juli 2026 fanden im Rathaus Bad Ems die Ver- und Entpflichtungen statt, bei denen Bürgermeister Uwe Bruchhäuser die ausgeschiedenen Feuerwehrkameraden feierlich entpflichtete und ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz dankte. Ein Moment, der nicht nur die Kameraden, sondern auch die Anwesenden ergreift. Schließlich ist die Feuerwehr eine Institution, die weit über Feuerlöschen hinausgeht – sie ist ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt.
Neue Gesichter in der Feuerwehrführung
Ein spannender Teil dieser Veränderung war die Wahl neuer Wehrführer und stellvertretender Wehrführer in den Einheiten Dausenau, Dornholzhausen, Kemmenau, Nassau, Obernhof und Weinähr. Die aktiven Mitglieder hatten die Gelegenheit, ihre neuen Führungskräfte zu wählen, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Simon Putzschke wurde zum Wehrführer von Dausenau ernannt, während Karsten Ehrhardt nun sein Stellvertreter ist. In Kemmenau übernimmt Markus Fries die Führung, während Robin Kmetzsch ihm zur Seite steht. Auch in Nassau gibt es mit Andreas Schrötter und Dominik Gerheim neue Gesichter in der Leitung. Und so setzte sich die Reihe fort mit Steffen Merz in Obernhof und den Stellvertretern Luca Bingel in Dornholzhausen sowie Niklas Ramseger in Weinähr.
Die neuen Wehrführer müssen sich nun schnell in ihre Aufgaben einarbeiten. Markus Fries, Robin Kmetzsch, Dominik Gerheim und Luca Bingel wurden kommissarisch beauftragt und müssen innerhalb der nächsten zwei Jahre die geforderte Ausbildung absolvieren. Ein bisschen Druck, aber das gehört zum Feuerwehrleben dazu!
Ein Blick in die Vergangenheit
Um die aktuellen Geschehnisse besser einzuordnen, lohnt sich ein Blick zurück. Bereits am 12. Februar 2019 fand eine Wahlversammlung im Feuerwehrgerätehaus in Nassau statt. Hier wurde Gunnar Gramsch als neuer Wehrleiter gewählt, unterstützt von Carsten Reifert, Mark Horbach und Karl-Peter Salzmann als stellvertretende Wehrleiter. Diese Personen haben in der Vergangenheit einen wertvollen Beitrag zur Feuerwehr geleistet und ihre Nachfolger stehen nun in der Verantwortung, diese Tradition fortzuführen.
Die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland ist enorm. Rund 94 % der aktiven Feuerwehrmitglieder sind in Freiwilligen Feuerwehren organisiert. Dies zeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für die Einsatzfähigkeit der Einheiten im Bevölkerungsschutz ist. Schließlich sind die Herausforderungen, die uns der Klimawandel stellt, nicht zu unterschätzen. Längere Einsätze und eine steigende Eigenbetroffenheit verlangen nach einem stabilen Bestand an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
Eine positive Entwicklung ist der steigende Frauenanteil in den Feuerwehren: Von 5,7 % im Jahr 2000 auf 10,5 % im Jahr 2021. Das ist ein wichtiger Schritt in eine inklusive Zukunft, wo jeder die Möglichkeit hat, seinen Beitrag zu leisten. Und das gilt nicht nur für die Feuerwehr, sondern für viele Organisationen im Bevölkerungsschutz, die sich bemühen, Menschen mit Migrationshintergrund und ältere Menschen stärker einzubeziehen.
Interessanterweise bleibt der Frauenanteil bei den Jugendfeuerwehren sogar noch höher. Hier ist von 22 % auf über 28 % zwischen 2000 und 2021 ein erfreulicher Anstieg zu verzeichnen. Das zeigt, dass das Interesse an diesem Ehrenamt nicht nur in der männlichen, sondern auch in der weiblichen Jugend wächst.
Die Feuerwehr ist mehr als nur ein Job – es ist ein Lebensstil. Die Veränderungen in der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau sind ein Zeichen für den fortwährenden Wandel und die Anpassung an die Herausforderungen der Zeit. Mit neuen Gesichtern in der Führung und einem starken Gemeinschaftsgefühl wird die Feuerwehr weiterhin eine tragende Säule in der Region bleiben. Und vielleicht, nur vielleicht, sind diese neuen Führungskräfte der Schlüssel zu einer noch besseren Zukunft für die Feuerwehr und die gesamte Gemeinde.
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