Heute ist der 28.05.2026 und wir blicken nach Speyer, wo sich ein kleines, aber feines Stückchen Handwerkskunst etabliert hat. Der „Bäcker ums Eck“ in Speyer-Ost ist weit mehr als nur eine Anlaufstelle für frisches Brot. Die Inhaberin, Stephanie Kümmel, hat es geschafft, in einem Stadtteil, in dem es nicht viele Bäcker gibt, eine treue Stammkundschaft aufzubauen. Die Öffnungszeiten sind früh – um 4:30 Uhr beginnt der Tag, und der kleine Backofen wird dann in Betrieb genommen.

Ein ganz besonderer Charme liegt in der Tatsache, dass es keine eigene Backstube im „Bäcker ums Eck“ gibt. Stattdessen werden die Köstlichkeiten wie Brot, Brötchen und süße Teilchen auf Bestellung von der Bäckerei Seibt in Böhl-Iggelheim geliefert. Kümmel hebt hervor, dass dies noch echtes Handwerk ist. Die Produkte, die nicht geliefert werden, bereitet sie selbst vor. Ein weiteres Highlight sind die Brezeln, die regelmäßig aufgebacken werden – ein Genuss, der die Kunden immer wieder begeistert.

Tradition trifft auf moderne Bedürfnisse

Der „Bäcker ums Eck“ hat sich in der Nachbarschaft schnell einen Namen gemacht. Es ist nicht nur die Qualität der Backwaren, die überzeugt, sondern auch die persönliche Note, die Kümmel in ihre Arbeit einbringt. Das Vertrauen der Kunden hat sich über die Jahre aufgebaut – es ist eine Art von Beziehung, die in der heutigen Zeit selten geworden ist. In einer Welt, die oft von Massenproduktion geprägt ist, hebt sich der Bäcker durch seine Individualität hervor.

Dieser Ort ist nicht nur ein Geschäft, er ist ein Treffpunkt. Hier wird geflirtet, gelacht und Geschichten ausgetauscht. Die Menschen kommen nicht nur für die frischen Brötchen, sondern auch für den Austausch mit Stephanie, die sie oft persönlich berät und ihre Lieblingssorten empfiehlt. Es sind diese kleinen Dinge, die das Leben im Stadtteil lebenswert machen.

Bäckerhandwerk in Zeiten des Wandels

Die Herausforderungen, vor denen Innungsbäcker wie Stephanie Kümmel stehen, sind nicht zu unterschätzen. Der Zentralverband Deutscher Bäckerinnungen Germania, der am 12. Oktober 1874 gegründet wurde, verfolgt das Ziel, die Rahmenbedingungen für den Berufsstand der Bäcker zu verbessern. Auch heute, fast 150 Jahre später, ist der Zusammenhalt innerhalb der Bäckerfamilie und der starken Verbände von großer Bedeutung. Ein Blick auf die Chronik des Verbands zeigt, wie wichtig es ist, Tradition und Moderne zu verbinden.

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Die Geschichte des Bäckerhandwerks in Deutschland ist reich an Herausforderungen und Veränderungen. Die Online-Chronik, die anlässlich des 150-jährigen Jubiläums erstellt wurde, reflektiert diese Entwicklungen und die ständige Anpassung an neue Gegebenheiten. Stephanie Kümmel und ihr „Bäcker ums Eck“ sind lebendige Beispiele dafür, wie man mit Herz und Handwerk auch in schwierigen Zeiten bestehen kann.

In Speyer-Ost wird das Bäckerhandwerk durch solche kleinen, feinen Betriebe lebendig gehalten. Und während wir in der Nachbarschaft stehen und den Duft der frisch gebackenen Brötchen einatmen, wird uns klar: Hier steckt mehr als nur Brot drin. Es sind Geschichten, Traditionen und vor allem ein Stück Heimat.

Für weitere Informationen über die Geschichte des Bäckerhandwerks in Deutschland, werfen Sie einen Blick auf die Online-Chronik des Zentralverbands unter diesem Link.