In Speyer hat vor kurzem der Auftaktworkshop des „Fußverkehrs-Checks“ stattgefunden. Rund 20 engagierte Teilnehmer waren dabei, um ihre Ideen zur Verbesserung der Fußwege in der Stadt zu äußern. Die Anwohner sind motiviert und haben viele Wünsche, die nun auf dem Tisch liegen. Ziel des Projekts ist es, zwei Routen für die Kernstadt Süd und Nord festzulegen, um die Fußgängerfreundlichkeit deutlich zu erhöhen. Geplant sind darüber hinaus Begehungen, bei denen Schwachstellen und Gefahrenpunkte identifiziert werden sollen. Einige Bürger monierten bereits unklare Regelungen, und besonders der Radverkehr stellt für viele ein Risiko dar. Eine Teilnehmerin stellte sogar fest, dass das Gehen über die Bahnhofsstraße als gefährlich empfunden wird. Weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt gibt es auf der Webseite der Rheinpfalz.

Ein Projekt mit Weitblick

Speyer wurde als eine von zehn Kommunen in Rheinland-Pfalz ausgewählt, um am Fußverkehrs-Check 2026 teilzunehmen. Das ist nicht nur ein Zeichen des Vertrauens, sondern auch eine großartige Chance für die Stadt, die Bedingungen für das Zufußgehen umfassend zu analysieren. Unter dem Motto „Gut zu Fuß in meiner Stadt“ wird das gesamte Programm vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz finanziert. Die offizielle Übergabe der Teilnahmeurkunde wird am 16. März 2026 stattfinden, wobei die ersten Schritte des Beteiligungsprozesses bereits jetzt in vollem Gange sind.

Der erste öffentliche Auftaktworkshop findet am Dienstag, dem 26. Mai 2026, im Stadtratssitzungssaal statt. Hier sind alle Interessierten herzlich eingeladen, ihre Meinungen und Erfahrungen einzubringen. Insbesondere Kinder, Familien, Senioren und Pendler sollen in den Fokus gerückt werden, denn ihre Bedürfnisse sind entscheidend für die Gestaltung eines fußgängerfreundlichen Stadtbildes. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler hat die Bedeutung der Sicherheit und Selbstständigkeit für schutzbedürftige Gruppen betont, was zeigt, wie ernst die Stadt das Thema nimmt.

Auf zur Begehung!

Das Herzstück der Fußverkehrs-Checks sind zwei gemeinsame Begehungen vor Ort, die zur Identifikation von Problemstellen und Verbesserungspotenzialen dienen sollen. Diese Begehungen sind für den 22. Juni und den 24. Juni 2026 vorgesehen. Der Treffpunkt für die erste Begehung ist der Postplatz, während die zweite am Bahnhofsvorplatz startet. Bei diesen Gelegenheiten wird die Stadt von den Fachbüros Sweco GmbH und VIA eG begleitet und moderiert. Die Ergebnisse werden in einem weiteren Workshop präsentiert und diskutiert—ein spannender Prozess, der einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Die Stadt Speyer wird am Ende des Projekts einen Status-quo-Bericht sowie eine Stärken-Schwächen-Analyse erhalten. Darin enthalten sind auch Empfehlungen zur Förderung des Fußverkehrs. Fußverkehrs-Checks sind in Deutschland ein wichtiges Instrument, um den Fußverkehr zu fördern und die Sicherheitsbedingungen für Fußgänger zu verbessern. Die GehCheck-App unterstützt die Durchführung dieser Checks, und die Ergebnisse sind nicht nur für Speyer von Bedeutung, sondern könnten auch für andere Kommunen als Vorbild dienen. Wer mehr über diese wichtigen Initiativen erfahren möchte, findet viele Informationen auf der Webseite des Fachverbands Fußverkehr Deutschland FUSS e.V..

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