Heute ist der 13. Mai 2026 und in Würzburg läuft gerade der Katholikentag, ein Ereignis, das Gläubige aus vielen Ländern und verschiedenen Konfessionen anzieht. Auch das Bistum Speyer ist mit einem besonderen Stand vertreten. Dieser ist als begehbarer Mini-Dom gestaltet, um den Speyerer Dom erlebbar zu machen. Hochauflösende Fotos des tatsächlichen Doms sind auf Planen gedruckt, die den Stand verkleiden. Das Ziel? Ein erster Schritt zum 1.000-jährigen Jubiläum des Doms im Jahr 2030 und ein schöner Ort, um ins Gespräch zu kommen.

Bischof Karl-Heinz Wiesemann, 65 Jahre alt, ist ebenfalls vor Ort. Er wird an einem Live-Podcast teilnehmen, der sich mit einem sehr wichtigen Thema beschäftigt: „Raus aus der Depression“. Der Katholikentag hat immerhin eine über 175-jährige Tradition und findet alle zwei Jahre in einer anderen Stadt statt. Das Programm ist vielfältig und umfasst alles Mögliche von Gottesdiensten über Podien bis hin zu Konzerten und Ausstellungen. Mitarbeitende des Bistums Speyer sind auch bei weiteren Programmpunkten aktiv, unter anderem bei einem Gesprächskreis über Sexualität und Glauben.

Katholikentag in Speyer

Am 22. September 2024 fand im Bistum Speyer ein eigener Katholikentag unter dem Motto „Gemeinsam Segen sein“ statt. Bei bestem Wetter feierten rund 1.500 Menschen einen Gottesdienst, und die Gesamtzahl der Besucher lag sogar bei mehreren Tausend. Pfarreien aus dem ganzen Bistumsgebiet reisten mit Bussen, Zügen oder sogar mit dem Fahrrad an. Der Tag begann um 8:30 Uhr in der Domvorhalle mit Gesprächen und einer Tasse Kaffee – ein entspannter Start, der die Teilnehmer auf die kommenden Aktivitäten einstimmte.

Um 10:00 Uhr ging es dann richtig los. Es gab eine Kreativzeit mit verschiedenen Angeboten rund um den Dom: Eine Button-Maschine der Caritas, eine Domrallye, eine Erzählwerkstatt und das spannende Projekt „Bauen wir einen Turm!“ vom Judoverein Speyer. Basteln von Kronen, Singen, Fotografieren und Spielen – alles diente der Vorbereitung auf den Gottesdienst und der Entwicklung von Fürbitten. Die Stimmung war einfach großartig!

Der Gottesdienst und seine Botschaft

Der Gottesdienst selbst war geprägt von ökumenischer Verbundenheit. Bischof Wiesemann hielt die Predigt und bezog sich auf das Domweihfest. Er sprach über christliche Grundwerte und ließ sich nicht nehmen, auch Kritik an extremistischen Positionen zu üben. „Einer trage des anderen Last“, betonte er, und hob die Bedeutung von Miteinander und Solidarität hervor. Das Publikum lauschte gespannt und es war spürbar, wie wichtig diese Botschaften in der heutigen Zeit sind.

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Nach dem Gottesdienst gab es für die Besucher die Möglichkeit, das Bischöfliche Ordinariat und seine Einrichtungen näher kennenzulernen. Aktivitäten wie eine Fotobox, Gummihuhngolf und Führungen sorgten dafür, dass der Tag lebendig blieb. Knapp 7.000 Menschen fanden sich am Sonntag im Dom ein, um an dieser Feier teilzunehmen. Dr. Thomas Kiefer, der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, strebte mit dieser Veranstaltung an, das Engagement im Bistum sichtbar zu machen. Die positiven Rückmeldungen der Besucher waren der beste Beweis, dass dies gelungen ist.

Ein Blick in die Zukunft

Der Bischof und sein Team planen bereits weitere Veranstaltungen bis zur 1.000-jährigen Grundsteinlegung des Doms im Jahr 2030. Die Vorfreude ist groß, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Veranstaltungen werden weiterhin generationenübergreifend und kreativ gestaltet sein, ganz im Sinne von „Kirche Kunterbunt“. Auf der Website des Bistums Speyer ist das vollständige Programm verfügbar und lädt alle Interessierten dazu ein, Teil dieser bewegenden Geschichte zu werden.

Für die Menschen in Speyer und darüber hinaus bleibt die Verbindung zum Glauben und zur Gemeinschaft ein zentrales Anliegen, das auch in Zukunft gepflegt werden soll. All dies zeigt, wie lebendig und relevant die Kirche auch im 21. Jahrhundert ist.