Lernpause mit Pfötchen: Stressabbau durch tierische Begleitung in Speyer
In Speyer gibt es eine ganz besondere Initiative, die sowohl für Schüler als auch für Studierende und Referendare eine willkommene Abwechslung während der stressigen Prüfungszeit bietet. Die Aktion „Lernpause mit Pfötchen“ des Landesbibliothekszentrums Speyer hat zum Ziel, den Stresslevel der Lernenden zu senken. Der tierische Hauptakteur dieser Aktion ist kein anderer als der charmante Hund Jacky, ein therapeutischer Begleithund, der mit seiner Besitzerin in der Bibliothek anwesend ist. Die Idee hinter dem Konzept ist einfach: für eine kurze Zeit abzuschalten und die Gesellschaft eines freundlichen Hundes zu genießen – eine Art kleine Auszeit, die wirklich Wunder wirken kann.
Ute Bahrs, die Leiterin des Standorts in Speyer, hat die Aktion im November 2025 ins Leben gerufen, inspiriert von ähnlichen Angeboten in der Rheinischen Landesbibliothek in Koblenz, die bereits seit 2024 erfolgreich sind. Dort wird der Hund Little Joe ebenfalls für Lernpausen zur Verfügung gestellt und erfreut sich großer Beliebtheit. In Speyer können Interessierte Jacky für 20 Minuten buchen und in einem speziellen Bereich der Bibliothek entspannen. Die Buchungen finden an den zweiten und vierten Montagen im Monat von November bis März statt, insgesamt also vier Termine. Komischerweise kann Jacky natürlich auch selbst mal eine Pause einlegen, denn auch Hunde brauchen Zeit, um sich zu erholen!
Ein Konzept mit Weitblick
Die Idee der tiergestützten Intervention ist längst nicht neu. Der Begriff umfasst verschiedene Formen tiergestützter Tätigkeiten, die darauf abzielen, psychische, kognitive oder soziale Verbesserungen bei Menschen zu erreichen. Tiere, wie Jacky, haben positive soziale und psychologische Effekte auf Menschen – besonders bei Kindern. Die Schulen sind ideale Orte für solche Fördermaßnahmen, denn hier kann jeder Schüler, unabhängig von seiner Herkunft oder seinen individuellen Bedürfnissen, von der positiven Ausstrahlung eines Hundes profitieren.
Jacky selbst hat nicht nur einen großen Einfluss auf die emotionale Stabilität der Lernenden, sondern auch auf deren soziale Kompetenzen. Die Interaktion mit Tieren kann tatsächlich dazu beitragen, dass Schüler sich besser konzentrieren und weniger gestresst fühlen. Das sind keine leeren Worte, sondern durch zahlreiche Studien belegte Fakten! Ein wichtiger Aspekt, der nicht vergessen werden sollte, ist die Vertrauensbasis zwischen Mensch und Tier. Jacky ist gut ausgebildet und die regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen sorgen dafür, dass er gesund und munter bleibt.
Die Herausforderungen und Möglichkeiten
Natürlich gibt es auch Herausforderungen beim Einsatz von Schulhunden. Es ist nicht einfach, den richtigen Hund auszuwählen und sicherzustellen, dass er für die Aufgaben in der Schule geeignet ist. Ein gut ausgebildeter Hund ist eine Voraussetzung, aber auch die Führungskompetenzen des Menschen sind entscheidend. Klarheit, Souveränität und Vertrauenswürdigkeit sind gefragt, um eine positive und sichere Lernumgebung zu schaffen. Trotz dieser Herausforderungen ist der Einsatz von Schulhunden eine lohnenswerte Maßnahme, die zahlreiche Fördermöglichkeiten bietet.
Jacky und die „Lernpause mit Pfötchen“ sind somit nicht nur ein interessantes Konzept, sondern auch ein lebendiger Beweis dafür, wie Tiere in Bildungseinrichtungen integriert werden können, um das Lernen zu fördern. Und wenn du das nächste Mal in der Landesbibliothek in Speyer bist, vielleicht überlegst du dir, eine kleine Auszeit mit Jacky zu buchen? Ein bisschen Entspannung kann nie schaden!
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