In Speyer, der charmanten Stadt am Rhein, hat sich am vergangenen Wochenende ein ganz besonderes Event ereignet. Ulrich Zehfuss hat in seiner Reihe „Ulis Wohnzimmer“ ein Mundart-Special präsentiert, das nicht nur die Herzen der Besucher berührt hat, sondern auch für eine wunderbare Atmosphäre sorgte. Der Veranstaltungsort, Philipp Eins, war bereits seit Wochen ausverkauft. Das Publikum – eine bunte Mischung aus Jung und Alt – erlebte ein generationsübergreifendes Pfalz-Treffen, das es in dieser Form wohl nur hier gibt.
Die Bühne war lebendig, die Musiker, mit denen Zehfuss bereits zusammengearbeitet hat, sorgten für eine mitreißende Stimmung. Zu sehen waren Christoph Erbach, Monji El Beji, Pirmin Grehl und Mathis. Gemeinsam brachten sie das pfälzische Lebensgefühl zum Ausdruck, indem sie Erinnerungen und Spielfreude in einer mitreißenden Darbietung vereinten. Der Abend war geprägt von Geschichten, die das Publikum zum Schmunzeln und Nachdenken anregten. Die Mischung aus Musik und Mundart sorgte dafür, dass man die Zeit völlig vergaß.
Mundart und ihre Bedeutung
Mundart hat in der Pfalz einen ganz besonderen Stellenwert. Es ist nicht nur eine Form der Kommunikation, sondern auch ein Stück Identität. Die Veranstaltung von Ulrich Zehfuss ist Teil einer größeren Bewegung, die die Mundart in der Region fördert. Sie trägt dazu bei, dass die Pfälzer Kultur lebendig bleibt und auch jüngere Generationen erreicht. Man kann nur hoffen, dass solche Events weiterhin stattfinden und das Interesse an der Mundart wachhalten.
Eine spannende Entwicklung in diesem Kontext ist das bevorstehende Mundart-Festival „BABBEL DOCH“, das vom 13. bis 15. Juni 2025 in Fußgönheim stattfinden wird. Hier wird erstmals ein Mundart-Preis vergeben, was die Bedeutung der regionalen Sprache weiter unterstreicht. Zudem haben Ute Zimmermann aus Schifferstadt und Dr. Michael Werner aus Ober-Olm Anfang 2025 die „Pfälzische Mundart-Stiftung“ gegründet, die Teil der „Stiftergemeinschaft der Sparkasse Vorderpfalz“ ist. Mit einem Kapitalstock von 25.000 Euro wird sie die Förderung der Mundart unterstützen.
Veranstaltungen und Wettbewerbe
Das kulturelle Leben in der Region schläft jedoch nicht. So steht beispielsweise das 82. Bockenheimer Winzerfest vom 18. bis 21. Oktober 2024 auf dem Programm. Auch die 48. Mundarttage Bockenheim am 29. und 30. März 2025 versprechen ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Hier wird es auch einen neuen Wettbewerb für pfälzische Prosatexte geben – den Pälzer Prosa Preis 2025! Das zeigt, dass die Mundart nicht nur in der Musik, sondern auch in der Literatur einen festen Platz hat.
Außerdem wird die Stadtbibliothek Speyer am 8. November 2023 einen Abend mit Mundart-Lyriker Matthias Zech veranstalten, und das Ganze hat auch noch einen wohltätigen Zweck. Musikalische Begleitung wird von Christiane Brodersen kommen. Es ist also viel los in der Pfalz, und die Mundart bleibt ein lebendiger Teil der kulturellen Identität.
Für alle, die sich für die Mundart interessieren, ist es eine aufregende Zeit. Von Wettbewerben über Festivals bis hin zu Lesungen – die Möglichkeiten, sich mit der Sprache auseinanderzusetzen und sie zu feiern, könnten kaum vielfältiger sein. So bleibt die Mundart nicht nur ein Relikt der Vergangenheit, sondern lebt und pulsiert in der Gegenwart.
Wer mehr über die Mundart erfahren möchte, kann sich auch auf der Webseite von Treffpunkt Pfalz informieren.