In der Südlichen Weinstraße wird ein ganz besonderes Kapitel zu Ende gehen. Inge Hormuth, die am Gymnasium Edenkoben jahrzehntelang als Sekretärin tätig war, wird in den Ruhestand verabschiedet. Sie war die am längsten dienende Person an dieser Schule und hat in ihrer Rolle als Schnittstelle zwischen Lehrern, Schülern und Eltern einen unverzichtbaren Beitrag geleistet. Ihre Kindheitsträume, Lehrerin zu werden, hat sie zwar nicht verwirklicht, aber das bedauert sie nicht. Stattdessen hat sie es immer als ihre Aufgabe angesehen, den Kindern eine angenehme Schulzeit zu ermöglichen – ohne Hausaufgaben und schlechte Noten, wie sie selbst sagt. Der Schulleiter lobte ihren unermüdlichen Einsatz und die positive Atmosphäre, die sie geschaffen hat. Ein echtes Vorbild für alle, die sie kannten! Mehr dazu findet man in einem Artikel von der Rheinpfalz.

Aber nicht nur Inge Hormuth wird in den Ruhestand verabschiedet. Auch Philipp Jähne, der ehemalige Schulleiter des Gymnasiums Edenkoben, hat seine Laufbahn in eine neue Phase überführt – die Freistellungsphase seiner Altersteilzeit. Er leitete die Schule über sechseinhalb Jahre und war maßgeblich an ihrer Gründung in den 2000er-Jahren beteiligt. Jähne, der auch als Lehrer begann und später stellvertretender Schulleiter wurde, hatte in seiner Zeit viele Initiativen angestoßen, darunter einen Sponsorenlauf für den guten Zweck und die Gründung der Basketballsparte des TV Edenkoben. Mit Landrat Dietmar Seefeldt traf er sich kürzlich zu einem Austausch im Kreishaus, wo Seefeldt die respektvolle Zusammenarbeit lobte. Christian Bayer, der von Frankenthal nach Edenkoben wechselt, wird Jähnes Nachfolger. Ein Wechsel, der sicher auch viele Veränderungen mit sich bringen wird.

Ein Blick auf die Herausforderungen von Schulleitungen

Die Rolle von Schulleitungen hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschlands (ASD) hat in einer Studie darauf hingewiesen, dass Schulleiter:innen zunehmend mit administrativen Aufgaben und bürokratischen Anforderungen konfrontiert sind. In vielen Schulen, besonders in sozial herausfordernden Lagen, ist die Belastung enorm. Der ASD fordert daher zusätzliche Ressourcen, um die Integration und Chancengerechtigkeit in diesen Schulen zu fördern. Es ist ein Zeichen der Zeit, dass die Aufgaben von Schulleitungen nicht mehr nur die pädagogische Führung umfassen, sondern auch Bereiche wie Digitalisierung, Kinderschutz und Inklusion. In diesem Kontext wird auch der Gesundheitsschutz von Schulleitungen immer dringlicher und sollte stärker in den Fokus gerückt werden.

Die Entwicklungen an Schulen sind also nicht nur lokal, sondern spiegeln auch bundesweite Trends wider. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Strukturen und Herausforderungen auf die Schulen in der Südlichen Weinstraße auswirken werden. In jedem Fall wird der Abschied von Inge Hormuth und Philipp Jähne ein Umbruch sein, der für alle Beteiligten eine neue Ära einläutet.

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