Frauenanteil in Führungspositionen steigt: Positive Entwicklungen in der Südlichen Weinstraße
In der Südlichen Weinstraße gibt es Grund zur Freude! Die Kreisverwaltung hat kürzlich einen Zwischenbericht zum Gleichstellungsplan vorgestellt, der zeigt, dass der Frauenanteil in Führungspositionen deutlich gestiegen ist. Von 37,2 Prozent im Jahr 2022 auf jetzt 38,3 Prozent – ein Anstieg von 11 Prozent innerhalb von drei Jahren. Das ist doch eine positive Entwicklung, oder? Die Gesamtzahl der weiblichen Mitarbeitenden in der Verwaltung ist ebenso beeindruckend: Rund 409 von 592 Mitarbeitenden sind Frauen, was etwa 69 Prozent ausmacht. Damit geht die Verwaltung mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie wichtig Gleichstellung in der Arbeitswelt ist.
Der Gleichstellungsplan, der im Rahmen des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) erstellt wurde, wird alle drei Jahre überprüft. Landrat Dietmar Seefeldt (CDU) betont, dass die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen ein wichtiger Auftrag ist. Flexible Arbeitsmodelle sollen auch in diesen Positionen angeboten werden, was sicherlich vielen Frauen zugutekommt, die Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen. Ein Beispiel dafür ist die Abteilung „Bauen und Umwelt“, wo sich zwei Kolleginnen in Teilzeit die Leitung eines Referats teilen. Ein kluger Schritt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu fördern.
Entwicklung in der Bundesverwaltung
Ähnlich sieht es auch auf Bundesebene aus. Seit Inkrafttreten des novellierten Bundesgleichstellungsgesetzes (BGleiG) im Jahr 2015 steigt der Anteil der Frauen in Führungspositionen kontinuierlich an. Im Jahr 2015 lag dieser bei 33 Prozent und hat bis 2021 auf knapp 41 Prozent zugenommen. Dennoch, und das ist bemerkenswert, sind 55 Prozent der Beschäftigten in der Bundesverwaltung Frauen, was darauf hinweist, dass der Anstieg in den Führungspositionen als unzureichend wahrgenommen wird.
Das zweite Führungspositionengesetz (FüPoG II), das 2021 verabschiedet wurde, hat das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe an Führungspositionen weiter verankert. In 13 der 25 obersten Bundesbehörden wurde der Frauenanteil an Führungspositionen im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Doch die Realität zeigt, dass 16 dieser Behörden weniger Frauen als Männer in Führungspositionen beschäftigen. Ein ressortübergreifendes Mentoringprogramm für weibliche Nachwuchsführungskräfte soll hier Abhilfe schaffen. Zudem gibt es Initiativen wie das Projekt „Führen in Teilzeit“, das Empfehlungen zur Verbesserung der Teilzeitarbeit in solchen Positionen erarbeitet hat. Immerhin führen nur 12 Prozent der Führungskräfte in Teilzeit – und 70 Prozent davon sind Frauen.
Ein Blick auf die Zahlen
Die Zahlen sind wichtig, um die Lage der Geschlechterverteilung im Arbeitsmarkt zu verstehen. Die Erwerbstätigenquote zeigt, wie viele Menschen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren arbeiten, und die Teilzeitquote gibt an, wie viele dieser Beschäftigten in Teilzeit arbeiten. Gerade für Frauen ist es entscheidend, die Balance zwischen Karriere und Familie zu finden. Ein Punkt, der häufig diskutiert wird, ist der Gender Pay Gap – der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen. Es ist alarmierend, dass trotz der Fortschritte in der Gleichstellung der Unterschied in den Bruttostundenlöhnen weiterhin besteht und mit einer gezielten Förderung beseitigt werden muss.
Die Herausforderungen sind also noch nicht ganz überwunden. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die aktuellen Maßnahmen Wirkung zeigen. Aber die Entwicklungen in der Südlichen Weinstraße und auf Bundesebene sind vielversprechend und könnten als Modell für andere Regionen und Institutionen dienen. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich die Situation in den kommenden Jahren weiterentwickelt.
Für weitere Informationen zu den Fortschritten in der Gleichstellung in der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße, können Sie den Artikel der Rheinpfalz lesen. Und wer mehr über die bundesweiten Entwicklungen erfahren möchte, findet auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend interessante Informationen.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Für regionale Nachrichtenportale ist die lokale Relevanz und Auffindbarkeit von besonderer Bedeutung. Unser Website-System wurde daher technisch so optimiert, dass regionale Suchanfragen und lokale Strukturen optimal unterstützt werden – bei gleichzeitig hoher Performance und redaktioneller Flexibilität. Realisiert wurde das Projekt von Daniel Wom und VeloCore.
