Pilgerreise zur Abtei St. Matthias: Gemeinschaft, Glaube und Tradition
Heute ist der 10.07.2026 und die St.-Matthias-Pilgergruppe aus Rommerskirchen hat sich wieder auf den Weg gemacht – allerdings nicht mit dem gewohnten Fußmarsch, sondern ganz entspannt im Bus. Die 40 Pilger reisten nach Trier, um die Benediktiner-Mönchsgemeinschaft in der Abtei St. Matthias zu besuchen. Das Motto der Wallfahrt in diesem Jahr war „Meine Freude in euch“. Ein passendes Motto, wenn man bedenkt, dass die Abtei, die man dort besichtigt, eine bedeutende Pilgerstätte der Matthiasbruderschaften ist.
Der erste Stopp der Reise war die Pfarrkirche Neu-St. Andreas in Düren. Hier feierte Monsignore Franz Josef Freericks eine Heilige Messe, die den Pilgern den nötigen spirituellen Auftrieb gab. Nach dieser Zeremonie wurde es Zeit für eine kleine Pause, und die Pilgergruppe machte sich auf zur „Marien-Eiche“, die auch als „tausendjährige Eiche“ bekannt ist. Dort versammelten sie sich für ein Mariengebet und den Angelus. Man kann sich vorstellen, wie die frische Luft und die altehrwürdigen Bäume eine besinnliche Atmosphäre schufen.
Ein Besuch in der Künstlerkolonie
Nicht zu vergessen ist die Künstlerkolonie Weißenseifen in der Eifel, wo die Gruppe traditionell ihre Mittagspause verbringt. Hier fand 1992 ihre erste Fußwallfahrt statt, und vor 25 Jahren wurde dort ein Pilgerstein errichtet – ein Symbol, das die tiefe Verbundenheit zur Region und zur Wallfahrt verdeutlicht. Nach einem Matthias-Gebet und einem Totengedenken stärkte sich die Gruppe mit einer kleinen Brotzeit, während sie die beeindruckenden Stein- und Holzskulpturen sowie Bilder der Künstlerkolonie bewunderten.
Schließlich führte die Reise weiter nach Trier, wo die Pilger von einem Benediktiner-Pilgerbruder feierlich empfangen wurden. Die Abtei St. Matthias, die im romanischen Stil erbaut und am 13. Januar 1148 geweiht wurde, ist nicht nur eine der ältesten Abteien in Rheinland-Pfalz, sondern beherbergt auch die Grablege des Apostels Matthias – das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen! Die Krypta mit den Gräbern der ersten Trierer Bischöfe und das „Mattheiser Gnadenbild“ in der nördlichen Seitenchorkapelle sind weitere Höhepunkte des Besuchs.
Ein spiritueller Abend
Am Abend nahmen die Pilger am Komplet der Mönche teil und konnten so die Stille und den Frieden der Abtei in vollen Zügen genießen. Es ist bemerkenswert, dass die Abtei bis heute von Benediktinern bewohnt wird und regelmäßige Wallfahrten zum Grab des Apostels Matthias stattfinden. Für alle, die Interesse an einer Teilnahme an zukünftigen Wallfahrten haben, ist der nächste Pilgertermin bereits für den 16. Juni 2027 geplant. Bei Fragen oder zur Anmeldung können sich Interessierte direkt an Brudermeisterin Margret Velder wenden (0172-1435016 oder per E-Mail: fuenfvelder@t-online.de).
Eine solche Pilgerfahrt ist nicht nur eine Reise zu einem historischen Ort, sondern bietet auch die Möglichkeit, in Gemeinschaft Glauben und Spiritualität zu erleben. Die Benediktinerabtei St. Matthias, die bis ins 5. Jahrhundert zurückreicht und 1920 zur Basilica minor erhoben wurde, ist der perfekte Ort, um innezuhalten und diese besondere Verbindung zur Tradition zu spüren. Und so bleibt die Frage: Wer möchte nicht einmal Teil dieser einzigartigen Erfahrung sein?
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