Mäusebussarde sorgen für Aufregung in Worms-Herrnsheim
In Worms, genauer gesagt im Stadtteil Herrnsheim, haben die Mäusebussarde für Aufregung gesorgt. Mehrere Menschen wurden dort in den letzten Tagen von diesen Greifvögeln angegriffen. Die Weinberge, die sich in der Nähe des Herrnsheimer Schlosses erstrecken, scheinen ein gefährliches Terrain für Spaziergänger, Fahrradfahrer und Jogger zu sein. Die Stadtverwaltung berichtet von Anflügen und Angriffen – doch glücklicherweise gab es bislang keine Verletzten. Das Verhalten der Bussarde, die in dieser Zeit ihre Brut verteidigen, ist dabei ganz normal. Es wird geraten, die betroffenen Bereiche zu meiden oder zumindest mit Vorsicht zu betreten, bis die Brut- und Setzzeit in wenigen Wochen endet. Ein einfacher Regenschirm kann in solch einer Situation als Schutz dienen.
Die Stadtverwaltung hebt hervor, dass die Mäusebussarde heimisch und ökologisch wertvoll sind. Diese Vögel sind eine häufige Erscheinung in Mitteleuropa und gehören zur Familie der Habichtartigen. Der Mäusebussard (Buteo buteo) zeigt sich in einem variierenden Gefieder – von Dunkelbraun bis fast Weiß. Er ist ein mittelgroßer, kompakter Greifvogel, der in offenen Landschaften wie Wiesen, Äckern und Heiden mit angrenzenden Waldgebieten lebt. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa (außer Island und Nordskandinavien) bis nach Zentralasien. Diese Vögel sind nicht gefährdet und ihre Population wird in Deutschland auf etwa 96.000 Brutpaare geschätzt.
Brutzeit und Verhalten der Mäusebussarde
Die Brutzeit der Mäusebussarde beginnt in der Regel Mitte März und dauert bis in den Sommer. In dieser Zeit sind sie besonders territorial und verteidigen ihr Brutrevier vehement. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie Menschen angreifen oder überfliegen, um deutlich zu machen, dass sie sich nicht in ihrer Nähe aufhalten sollten. Ein unbewusster Annäherung an ihr Nest könnte für die Vögel eine Bedrohung darstellen, und daher wird geraten, kritische Bereiche während der Brutzeit zu meiden. Wer joggen geht, sollte vielleicht alternative Strecken wählen.
Die Tipps des NABU sind dabei sehr hilfreich. So sollte man, falls man einem Bussard begegnet, nicht stehen bleiben oder nach dem Vogel schlagen. Stattdessen empfiehlt es sich, einen Regenschirm oder einen Stock über den Kopf zu halten, um sich zu schützen. Man könnte auch einfach den Rückweg antreten, um die Angriffe zu beenden. Diese Vögel brüten in Laub- und Mischwäldern, Feldgehölzen und Baumgruppen – besonders in Regionen wie Baden-Württemberg. In Worms muss man sich also darauf einstellen, die Weinberge in den kommenden Wochen mit Vorsicht zu genießen.
Wer bereits einen Mäusebussard aus der Nähe gesehen hat, weiß um die beeindruckende Erscheinung dieser Vögel. Ihre Körpermaße liegen zwischen 51 und 57 cm in der Länge, mit einer Flügelspannweite von 113 bis 128 cm. Das Gefieder ist oft ein faszinierendes Muster aus dunklen und hellen Farbtönen, das bei verschiedenen Individuen variiert. Auch wenn sie in der Brutzeit recht aggressiv sein können, sind sie doch ein Teil unseres Ökosystems und tragen zur biologischen Vielfalt bei.
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