Kunst und Gemeinschaft: Freibad St. Wendel erstrahlt in neuem Glanz
Heute ist der 17.07.2026 und die Sommerhitze lässt die Menschen im kleinen St. Wendel nach Abkühlung im Freibad suchen. Doch nicht nur die kühle Nässe zieht die Badegäste an, sondern auch ein spannendes Kunstprojekt, das aktuell das Freibad verschönert. Die beiden Künstlerinnen Lucia Michelle und Meike Schade haben den Auftrag erhalten, ein Technikgebäude am Kleinkindbecken zu gestalten. Dieses Gebäude ist für die kleinen Gäste von großer Bedeutung, denn es beherbergt die Kindertoiletten, -duschen und sogar einen Babywickelraum.
Die beiden Künstlerinnen haben ihre Werke in strahlenden Blau-, Grün- und Türkistönen mit leuchtenden orangefarbenen Akzenten gestaltet. Ein echter Hingucker wird das Ganze! Lucia Michelle hat sich von einem Kindheitstraum inspirieren lassen und die Figur einer Meerjungfrau geschaffen, die sie nach einem Foto einer spanischen Freundin gestaltet hat. Ihre Kollegin Meike Schade hat im Gegensatz dazu einen Fisch und Seerosen in ihre Arbeit integriert – eine harmonische Abstimmung, die dem Thema Wasser einen besonderen Ausdruck verleiht. Auch wenn Meikes Kunstwerke weniger auffällig sind, da sie noch Rottöne hinzufügt, trägt sie zur Gesamtkomposition bei.
Kunst als Teil der Community
Die Idee zur Verschönerung des Freibades entstand im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums, das Nicolas Pontius, der Leiter des Stadtarchivs, organisiert. Der Kontakt zu den Künstlerinnen wurde über Brice Bartone hergestellt, der bereits Graffitis in der Innenstadt initiiert hat. Mit dieser Wahl möchte man ein starkes Zeichen für weibliche Urban Art setzen – und das gelingt den beiden Künstlerinnen auf eindrucksvolle Weise. Schade hebt hervor, wie wichtig Urban Art für die Community ist und wie diese Kunstwerke das Verhältnis der Bürger zu ihrem öffentlichen Raum beeinflussen können.
Beide Künstlerinnen sind begeistert von der Gastfreundschaft in St. Wendel und der Organisation des Projekts. Lucia Michelle hat angekündigt, dass am 15. August eine Block Party stattfinden wird, bei der die Künstlerin Iota teilnehmen wird. Die Vorfreude auf dieses Event ist spürbar! Auch die Beschriftungen „Pool Party“ und „Block Party“ in ihrem Kunstwerk tragen zur festlichen Stimmung bei.
Ein Blick auf die Zukunft
Die Verschönerung des Freibades ist nicht nur ein ästhetisches Projekt, sondern auch ein Beitrag zur kulturellen Identität der Stadt. Es zeigt, wie Kunst und Gemeinschaft Hand in Hand gehen können. Das Freibad wird nun nicht nur als Ort der Erholung, sondern auch als kultureller Raum wahrgenommen, der die Menschen zusammenbringt. In einer Zeit, in der viele öffentliche Räume oft in Vergessenheit geraten, ist dieses Projekt ein ermutigendes Beispiel dafür, wie man mit kreativen Ideen und Engagement etwas Bleibendes schaffen kann.
Wenn man sich die Werke der beiden Künstlerinnen ansieht, spürt man die Leidenschaft, die sie in ihre Arbeiten stecken. Die Farben, die Formen – sie erzählen Geschichten, die über das Wasser und die Freude am Leben hinausgehen. St. Wendel wird durch dieses Projekt ein Stück bunter, lebensfroher. Die Vorfreude auf die Block Party ist groß und es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Kunst im Freibad weiterentwickeln wird.
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