Heute ist der 15.05.2026 und im Altmarkkreis Salzwedel wird es spannend! Ab Freitag wird hier die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft in Angriff genommen. Ein Hubschrauber wird über ein Gebiet von rund 850 Hektar zwischen Gardelegen und Klötze fliegen und dabei ein Biozid versprühen. Zuvor hatte der Einsatz aufgrund von schlechten Wetterbedingungen verschoben werden müssen – typisch Aprilwetter, könnte man sagen.

Der Hubschrauber hat seinen Landeplatz in Köckte und wird am Freitag und Samstag von 8 Uhr bis 18 Uhr im Einsatz sein, am Sonntag jedoch nur bis zum Mittag. Das könnte sich allerdings noch kurzfristig ändern, falls das Wetter nicht mitspielt. Die Behörden haben eine Allgemeinverfügung erlassen, die Sperrungen und Sammelverbote nach der Bekämpfung vorsieht. Besonders wichtig: Nach den Flügen sind die betroffenen Bereiche für 48 Stunden gesperrt. Das bedeutet, dass Pilze, Beeren, Früchte und Kräuter für drei Wochen nicht gesammelt oder gegessen werden dürfen. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners tragen mikroskopisch feine Brennhaare, die gesundheitliche Probleme verursachen können – Hautreaktionen, Augenreizungen und Atemwegsprobleme sind da nur einige der möglichen Beschwerden. Und das Schlimme ist, die Brennhaare verbreiten sich auch über die Luft, ohne direkten Kontakt!

Die Gefahren des Eichenprozessionsspinners

Experten raten dringend davon ab, die Raupen und ihre Nester zu berühren. Das klingt nach einem schrecklichen Albtraum für alle Naturliebhaber! Auch über Teile des Biosphärenreservats Drömling wird der Hubschrauber fliegen. Der Landrat Steve Kanitz (SPD) hat erklärt, dass eine Gefährdungsanalyse ergeben hat, dass der Einsatz trotz Naturschutz zulässig ist. Das muss man sich mal vorstellen: Wir müssen die Natur schützen, aber gleichzeitig mit einem Hubschrauber darüber fliegen, um ein Problem zu bekämpfen. Ein schmaler Grat, auf dem wir da wandeln.

Was die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners angeht, so breitet sich die Plage nun schon seit Jahren aus, und die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Ein bisschen wie ein Rätsel, das uns die Natur aufgibt. In der Vergangenheit wurde bereits mehrfach versucht, die Raupen durch verschiedene Maßnahmen zu kontrollieren, doch die Bekämpfung aus der Luft ist nur wirksam, solange die Raupen noch keine Brennhaare entwickelt haben. Später müssen die Nester dann durch Spezialfirmen entfernt werden, was sicherlich auch nicht gerade günstig ist.

Eine Karte für die Betroffenen

Für alle, die in der Region wohnen oder dort unterwegs sind, gibt es eine Karte, die die betroffenen Bereiche zeigt. Das ist wichtig, damit man nicht versehentlich in eine gesperrte Zone gerät. Die Vorbereitungen für die Bekämpfung laufen auf Hochtouren, und die Anwohner sind aufgerufen, sich an die Vorschriften zu halten. Schließlich möchte niemand mit den unangenehmen Folgen der Brennhaare in Kontakt kommen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Eichenprozessionsspinner ist eine ernstzunehmende Bedrohung, sowohl für die Umwelt als auch für unsere Gesundheit. Bleibt zu hoffen, dass der Einsatz erfolgreich verläuft und wir bald wieder unbeschwert durch die Wälder der Altmark schreiten können. Für weitere Informationen und die neuesten Entwicklungen könnt ihr die Quelle besuchen.