Innovationen im 3D-Druck: Laempe Moessner Sinto revolutioniert die Gießereibranche in Barleben
In der Börde, genauer gesagt in Barleben, tut sich etwas Spannendes. Nach Jahren des wirtschaftlichen Umbruchs in Sachsen-Anhalt, als in den 1990er Jahren viele Firmen schließen mussten, zeigt sich jetzt eine positive Wende. Die Firma Laempe Moessner Sinto hat in dieser Region eine technologische Revolution eingeläutet. Ihr neuester 3D-Drucker, der L 3D-200, könnte die Gießereibranche auf den Kopf stellen! Diese Maschine, die Formen und Kerne für Gießereien druckt, wurde ganz in Meitzendorf konstruiert und montiert. Und das Beste? Sie arbeitet viermal schneller als die herkömmlichen Verfahren und hat eine Präzision im Hundertstelmillimeterbereich – das lässt das Herz eines jeden Technikbegeisterten höher schlagen.
Laempe Moessner Sinto ist nicht nur ein weiteres Unternehmen, das in der Region Fuß gefasst hat. Mit rund 280 Mitarbeitern, die sich intensiv mit Steuerungstechnik, Bildverarbeitung und Robotertechnik auseinandersetzen, ist die Firma ein Vorreiter in der Innovationskraft des Landes. Wirtschaftsstaatssekretärin Stefanie Pötzsch sieht in dem Unternehmen ein Musterbeispiel dafür, wie Wissenschaft und Wirtschaft zusammengebracht werden können. Und das Wirtschaftsministerium unterstützt diese Entwicklung mit Fördermitteln. Produkte aus Barleben finden ihren Weg in die ganze Welt – darunter Gussteile für Traktoren und große Formen für Schiffsmotoren, die in der Industrie sehr gefragt sind.
Innovationen im 3D-Druck
Die Entwicklung des L 3D-200 hat etwa anderthalb Jahre in Anspruch genommen. Im Vergleich zu seinem Vorgängermodell war das ein ähnlicher Zeitraum. Bei der BMW Group läuft bereits eine Maschine des Unternehmens, und das ist erst der Anfang. Die Premiere des neuen 3D-Druckers wird im Rahmen der Laempe Open Week 2026 gefeiert, die vom 23. bis 26. Juni 2026 stattfindet. Hier haben Kunden, Partner und Interessierte die Möglichkeit, die Technologie live zu erleben. Wer sich für die Zukunft des 3D-Sanddrucks und der Gießereibranche interessiert, sollte sich das nicht entgehen lassen!
Das Programm der Veranstaltung verspricht spannende Einblicke in alle Business Units und Kernkompetenzen von Laempe Moessner Sinto. Live-Demonstrationen und Präsentationen werden angeboten, und der persönliche Austausch mit Experten ist ein weiterer großer Vorteil. Wer teilnehmen möchte, sollte sich jedoch vorher anmelden – die Plätze sind bestimmt schnell vergeben.
Die Zukunft der additiven Fertigung
Der 3D-Druck hat sich längst von einer Nischentechnologie zu einem ernstzunehmenden Produktionsverfahren entwickelt. In den Bereichen Medizin, Aerospace, Automotive und Maschinenbau wird additive Fertigung zunehmend eingesetzt. Die Möglichkeit, komplexe Geometrien und individuelle Bauteile herzustellen, macht sie besonders attraktiv. Aktuelle Prognosen zeigen, dass bis 2025 in vielen hochregulierten Branchen wie Energie und Halbleiter-Anlagenbau mit deutlichen Entwicklungen zu rechnen ist.
Ein mittelständischer Betrieb in Baden-Württemberg hat beispielsweise durch den 3D-Druck von Kühlkanälen für Elektromotoren eine bessere Kühlleistung und weniger Gewicht erreicht – ein echter Gewinn für die Branche. Die Vielfalt der Materialien hat sich ebenfalls erweitert, sodass selbst Hochleistungsmetalle und faserverstärkte Kunststoffe verarbeitet werden können. Während die Vorteile der additiven Fertigung klar auf der Hand liegen, bleibt die Qualitätssicherung eine Herausforderung. Das ist ein Punkt, den auch der TÜV Rheinland in seinen Zertifizierungen für additive Fertigungsprozesse berücksichtigt.
Die Zukunft des 3D-Drucks in der Börde ist vielversprechend, und Laempe Moessner Sinto scheint an vorderster Front zu stehen. Die Entwicklungen in der Branche könnten nicht nur die Gießereien revolutionieren, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Industrie haben. Und das alles beginnt hier, in Sachsen-Anhalt.
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