Es war ein ganz normaler Tag in Dannigkow, Deutschland, als sich am 2. Mai 2026 ein Vorfall ereignete, der viele in der Region aufschreckte. Eine 54-jährige Frau war hinter ihrem Hund hergelaufen, der ausgebüxt war und auf ein fremdes Grundstück gelaufen ist. Was dann passierte, hätte niemand ahnen können. Während sie das Grundstück betrat, löste sich plötzlich ein Schuss aus einer Selbstschussanlage und traf die Frau schwer. Sie wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht, wo man erfreulicherweise berichten konnte, dass sie außer Lebensgefahr ist. Die Ermittlungen laufen, und das Polizeirevier Jerichower Land geht von einer versehentlichen Auslösung der Anlage aus. Auch das Grundstück gehört einem 43-jährigen Deutschen, der zur Zeit im Fokus der Ermittlungen steht.
Die Polizei hat sofort reagiert. Am Samstag waren zahlreiche Einsatzkräfte, darunter auch Spezialisten vom Spezialeinsatzkommando (SEK), im Einsatz, um das Grundstück und das Haus des Grundstückseigentümers zu durchsuchen. Dabei wurden nicht nur die Selbstschussanlage, sondern auch eine Vielzahl von Schusswaffen und gefährlichen Gegenständen sichergestellt. Das wirft natürlich die Frage auf, ob der Eigentümer, der bereits vorbestraft ist, die Anlage selbst errichtet hat. Die Staatsanwaltschaft in Stendal hat bisher keinen dringenden Tatverdacht für ein vorsätzliches Tötungsdelikt festgestellt und keinen Haftbefehl beantragt, was darauf hindeutet, dass man hier von einem bedauerlichen Unfall ausgeht. Dennoch laufen die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Ein Blick in die Vergangenheit
Selbstschussanlagen sind in Deutschland kein neues Phänomen. Der Vorfall in Dannigkow reiht sich ein in eine Reihe ähnlicher Vorkommnisse. So wurde zum Beispiel im Jahr 2018 ein 65-Jähriger in Saarbrücken zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt, nachdem jemand durch seine Selbstschussanlage verletzt wurde. Vor rund 20 Jahren sicherte ein Mann im Landkreis Rostock eine illegale Cannabisplantage mit einer solchen Anlage. Es ist also kein Einzelfall, dass solche gefährlichen Vorrichtungen zu schweren Verletzungen führen können.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei klären nun, welche Rolle der Grundstückseigentümer in all dem spielt. Er wurde vorläufig festgenommen, ist jedoch mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Man hat ihn nicht verdächtigt, einen Tötungsvorsatz gehabt zu haben, was die Situation etwas entschärft. Dennoch bleibt der Vorfall ein schockierendes Beispiel für die Gefahren, die von solchen selbstgebauten Waffen ausgehen können.
Die Anwohner in Dannigkow sind besorgt über die Situation. Man fragt sich, wie viele solcher Anlagen noch unentdeckt in der Region existieren und ob solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden können. Die Polizei wird auf jeden Fall alles daransetzen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Die Geschehnisse in Dannigkow sind ein klarer Aufruf zur Sensibilisierung gegenüber den Gefahren, die von unkontrollierten Waffen ausgehen. Die Frage bleibt, wie sicher die Bürger in Deutschland wirklich sind.