In Magdeburg brodelt die Spannung. Am Donnerstag, dem 21. Mai, könnte der SC Magdeburg zum Meister der Handball-Bundesliga gekrönt werden. Trainer Bennet Wiegert hat mit seinem Team vier Matchbälle in der Tasche und blickt optimistisch auf die letzten Spiele der Saison. Dabei hat der SC nicht nur in der Liga brilliert, sondern auch das Final4 im Pokal erreicht und wurde letztlich Vierter. Trotz dieser Erfolge äußert Wiegert eine gewisse Enttäuschung über das Abschneiden im Pokal, sieht jedoch die gesamte Saison als fantastisches Erlebnis an. „Die eigenen Ansprüche sind gewachsen, und das ist nicht immer leicht zu erfüllen“, sagt er. Sein persönlicher Anspruch an die Meisterschaft ist enorm, schließlich hält er die Bundesliga für die wertvollste Liga im Handball.

Ein gewisses Maß an Druck lastet auf seinen Schultern – so denkt auch Stefan Kretzschmar, der Bedenken äußert, dass Wiegert in seiner Doppelfunktion als Trainer und Sport-Geschäftsführer „ausgebrannt“ sein könnte. Doch der 43-Jährige zeigt sich unbeeindruckt. Er fühlt sich gut, hat keine klassischen Urlaubstage und denkt selbst in der Freizeit an seine Arbeit. „Ich plane, mit 50 Jahren als Vereinstrainer aufzuhören, aber nicht aufzuhören zu arbeiten“, erklärt Wiegert und macht damit klar, dass er eine echte Leidenschaft für seinen Job hat.

Persönliche Einblicke des Trainers

Über seine Freizeitgestaltung spricht der Trainer offen. Wiegert hat kein Problem damit, keinen Alkohol zu trinken – sogar bei Titelfeiern. „Ich stören mich an Undankbarkeit und Respektlosigkeit im Umgang zwischen Menschen“, meint er und zeigt damit, wie wichtig ihm eine respektvolle Atmosphäre ist. Persönliche Zwänge betrachtet er als Aberglauben. Seine Tattoos, die oft zur Sprache kommen, sieht er als Teil seiner Identität, auch wenn er seiner Tochter in einer ähnlichen Situation helfen würde.

Im Gespräch wird auch deutlich, dass Wiegert oft mit Jürgen Klopp verglichen wird. „Ich möchte als Bennet Wiegert wahrgenommen werden“, sagt er und betont seine Werte von Authentizität, Ehrlichkeit und Transparenz. Ein interessanter Fakt: Sein bekanntester Kontakt im Handy ist Matthias Sammer, ein bekannter Handball-Fan. Wiegert selbst nutzt hauptsächlich WhatsApp und meidet Social Media. Politisch interessiert, hält er sich mit seinen Meinungen jedoch zurück.

Zukunftsperspektiven im Handball

Was die Zukunft angeht, steht der Bundestrainer-Job auf seiner Bucketlist. Allerdings sieht er sich momentan fest in Magdeburg verwurzelt und hat noch keine Gespräche über eine mögliche Übernahme des Postens geführt. Dies bleibt ein Thema für die Zukunft – und die Fans können gespannt sein, wie sich Wiegerts Karriere weiterentwickelt.

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In einem breiteren Kontext ist es interessant zu erwähnen, dass der Deutsche Handballbund (DHB) derzeit wissenschaftliche Unterstützung für die Weiterentwicklung des Handballs sucht. Ziel ist es, den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Sportart gerecht zu werden und strategische Ziele effizient zu erreichen. Eine Vernetzung von Sportpraxis und Wissenschaft ist dabei zentral, um aktuelle Fragen zu beantworten und die Nutzungsquote wissenschaftlicher Erkenntnisse im Handball zu erhöhen. Solche Initiativen könnten für Trainer wie Wiegert, die in der Praxis stehen, von großem Wert sein. Informationen zur aktuellen Forschungslandschaft werden regelmäßig aktualisiert, um Entwicklungen in der Sportpraxis zu berücksichtigen und den Wissens- und Technologietransfer zu verbessern.

Ob der SC Magdeburg am Donnerstag tatsächlich die Meisterschaft feiern kann, bleibt abzuwarten. Die Fans sind jedenfalls optimistisch – und die gesamte Handballgemeinde schaut gespannt nach Magdeburg!