Heute ist der 19.07.2026 und im Salzlandkreis sorgt ein Streit um den gesperrten Campingplatz am Schachtsee in Wolmirsleben für Aufregung. Der Platz wurde bereits 2024 aufgrund von schwerwiegenden Sicherheitsmängeln, illegalen Anbauten und einer fehlenden Löschwasserversorgung geschlossen. Die Bauordnungsbehörde und die Polizei räumten das Gelände am Mittwoch, während die Zufahrten mit massiven Betonblöcken abgesperrt wurden. Trotz der Sperrung wagten es einige Menschen, im See zu baden, was nur erlaubt ist, wenn der Badebereich vom Campingplatz getrennt ist. Ein kleines Abenteuer, wenn man bedenkt, dass die Behörden auf die Verstöße gegen das Baurecht und Sicherheitsvorschriften hinweisen.

Joachim Nöske, der Eigentümer des Campingplatzes, ist alles andere als begeistert von der Vorgehensweise der Behörden. Er kritisiert die Räumung und beschwert sich darüber, dass er über die fehlende Baugenehmigung nicht informiert wurde. „Das ist doch Böswilligkeit!“, sagt er. Der Verwaltungsdirektor des Salzlandkreises, Michling, hingegen erklärt, dass der Platz baurechtlich kein Campingplatz sei. Das Verwaltungsgericht Magdeburg und das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt haben die Nutzungsuntersagung bereits bestätigt. Es scheint, als ob die Behörden keine Kompromisse eingehen wollen, wenn es um die Sicherheit der Menschen geht.

Ein Platz im Schlamassel

Die Situation wird noch komplizierter, wenn man bedenkt, dass die Schließung des Campingplatzes am Großen Schachtsee bereits zum 1. April 2025 vollzogen wurde. Diese Entscheidung beruhte auf baulichen und sicherheitsrelevanten Mängeln sowie Verstößen gegen das Natur- und Gewässerrecht. Dabei wurden auf dem Gelände insgesamt 35 Mobilheime ohne Genehmigung, teils direkt am Ufer, errichtet! Und nicht nur das – einige dieser Mobilheime wurden sogar dauerhaft bewohnt, was auf Campingplätzen schlichtweg unzulässig ist.

Zwei Jahre lang führte der Salzlandkreis Gespräche mit Campern, dem Betreiber und der Gemeinde, doch ernsthafte Fortschritte blieben aus. Es scheint, dass Nöske sich öffentlich als Opfer darstellt, ohne die Verantwortung für die Missstände zu übernehmen. Das Verwaltungsgericht hat die Maßnahmen der Bauaufsichtsbehörde als rechtmäßig bestätigt, was die Lage für den Betreiber nicht einfacher macht.

Ein Sommerfest trotz aller Widrigkeiten

Trotz der anhaltenden Probleme plant Nöske, ein Sommerfest auf dem Gelände zu veranstalten. Ob das gutgeht? Das bleibt abzuwarten! Die Behörden haben zwar angekündigt, dass Baden nicht verboten ist – es können jedoch Bußgelder verhängt werden, wenn die Anlagen weiterhin illegal genutzt werden. Michling hat auch angedeutet, dass rechtmäßige Zustände „spätestens nächstes Jahr“ hergestellt werden könnten, aber das ist natürlich auch ein bisschen ein Schlag ins Blaue. Eine Testbefahrung hat bereits ergeben, dass sich die Feuerwehr nicht einmal zum See durchkämpfen kann. Ein bisschen wie ein Wettlauf gegen die Zeit, könnte man sagen.

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Der Präsident des Verbands Camping- und Freizeitwirtschaft Sachsen-Anhalt, Peter Ahrens, äußert Unverständnis über die Maßnahmen. Er hofft auf eine baldige Einigung zwischen Gemeinde, Landkreis und Nöske. Doch wie realistisch ist das? Die langfristige Nutzung des Geländes bleibt ungewiss. Der Salzlandkreis wird weitere Schritte transparent kommunizieren, aber noch stehen viele Fragen im Raum. Es ist ein Schlamassel, der noch lange nicht gelöst ist.

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