Heute ist der 13.06.2026 und in Stendal geht es heute um etwas ganz Besonderes: die Rettung von Rehkitzen! Volker Pöhl, ein engagierter Jäger aus Gohre, hat sich früh am Morgen um 4:40 Uhr auf den Weg nach Schönwalde gemacht. Sein Ziel? Ein Bekannter, Detlef Braune, braucht Hilfe. Er möchte sein Grünland mähen, in dem sich kleine Rehkitze verstecken und das könnte für die niedlichen Tiere lebensgefährlich werden.

Die Rehkitze suchen nach ihrer Geburt im Mai oder Juni Schutz im hohen Gras. Es ist eine Art Überlebensstrategie, und die Mütter beobachten sie dabei aus der Ferne, kommen drei bis vier Mal am Tag vorbei, um nach ihnen zu sehen. Doch das Mähwerk ist eine große Gefahr, denn laut der Deutschen Wildtierstiftung sind in Deutschland jährlich rund 92.000 Rehkitze vom Mähtod bedroht. Daher ist es umso wichtiger, dass Menschen wie Pöhl und Braune zur Stelle sind.

Technologie im Einsatz

Volker Pöhl hat sich eine Drohne mit Wärmebildkamera zugelegt, um die Kitze vor dem Mähen zu lokalisieren. Das ist eine wirklich clevere Lösung! Die Drohne wird auf einer Platte platziert, dient als Start- und Landepunkt und fliegt dann auf etwa 30 Meter Höhe. Mit diesem technischen Hilfsmittel entdeckt Pöhl zwei Rehkitze, die sonst vielleicht übersehen worden wären. Das ist nicht nur effizient, sondern auch eine echte Erleichterung für alle Beteiligten.

Detlef Braune, ausgestattet mit Netz und Plastikkiste, macht sich daraufhin auf ins hohe Gras. Mit viel Feingefühl und Handschuhen heben die Helfer die kleinen Wesen auf und betten sie vorsichtig in die Kiste. An diesem Morgen können sie ein Kitz und eine Ricke retten. Es sind Momente, die Pöhl als emotional beschreibt, wenn die Mütter ihre Kitze nach der Gefahr wieder annehmen. Ein wunderschöner Anblick!

Eine Symbiose zwischen Landwirtschaft und Jagd

Früher war die Suche nach den Kitzen weniger effektiv und sorgte oft für Unruhe. Pöhl sieht in der Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Jagd eine echte Symbiose. Es ist ein Miteinander, das sowohl den Landwirten als auch den Tieren zugutekommt. Übrigens wurde die Drohne durch die Jagdabgabe des Hegerings Buchholz gefördert, was zeigt, wie wichtig die Gemeinschaftsarbeit ist.

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Pöhl hat in diesem Jahr bereits circa 30 Rehkitze gerettet, und die Mähsaison dauert noch zwei Wochen. Er nutzt seine Fähigkeiten nicht nur für sich selbst, sondern hilft auch anderen Landwirten in der Umgebung. Nach dem Absuchen von fünf Hektar geht er zurück nach Gohre, um sich um seine eigenen Felder und Kühe zu kümmern. Ein wahrer Einsatz für die Natur!

Die Rettung von Rehkitzen ist also nicht nur eine Frage des Tierschutzes, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Mensch und Natur harmonisch miteinander leben können. Die Technologie, die Pöhl einsetzt, hat die Suche revolutioniert und gibt den kleinen Rehkitzen eine echte Überlebenschance. In einer Welt, in der die Natur oft übersehen wird, ist es beruhigend zu sehen, dass es Menschen gibt, die sich für sie einsetzen.

Für weitere Informationen über Volker Pöhl und seine Aktivitäten kann man die [Volksstimme](https://www.volksstimme.de/lokal/stendal/der-rehkitz-retter-aus-dem-landkreis-stendal-4266516) besuchen.

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