Wasserentnahme in Stendal eingeschränkt: Bürger müssen angesichts der Trockenheit sparen
Heute ist der 29.06.2026 und in Stendal, im Landkreis Stendal, stehen die Bürger vor einer neuen Herausforderung: Die andauernde Trockenheit zwingt die Behörden zu drastischen Maßnahmen. Die Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wasserentnahme, die am 27. Juni 2026 in Kraft trat, gilt bis auf Widerruf und soll bis zum 30. September 2026 anhalten. Die Niederschläge sind weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt und die Lage ist ernst.
Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und anderen Gewässern mit technischen Geräten ist striktes Verbot. Dies betrifft sowohl die Eigentümer und Anlieger als auch bestehende Genehmigungen. Der Landrat Patrick Puhlmann (SPD) hat die Bevölkerung aufgerufen, sparsam mit Wasser umzugehen, denn die Grundwasserstände sinken bedenklich. Verstöße gegen die neuen Regelungen können mit Bußgeldern geahndet werden, was die Sache nicht leichter macht.
Regelungen und Ausnahmen
Zusätzlich zum Verbot der Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern gelten auch Einschränkungen für die Nutzung von Grundwasser. Besonders betroffen sind Ackerflächen, Blumen und Gemüsepflanzen sowie Tiere und Pflanzen in Gewässern. Ein tägliches Verbot zwischen 10 und 19 Uhr gilt zudem für die Bewässerung von Grünflächen und Sportanlagen mit Brunnen- oder Trinkwasser. Die Regelung ist eine Reaktion auf die geringe Niederschlagsmenge im Frühjahr 2023, die deutlich unter dem durchschnittlichen Jahresmittel lag.
Doch nicht alles wurde verboten. Der Einsatz effizienter Bewässerungstechniken, wie Tröpfchen-Bewässerung, bleibt weiterhin erlaubt. Auch Sportstätten dürfen im Rahmen von Wettkämpfen befeuchtet werden – eine kleine Erleichterung für Sportliebhaber. Und Wasserspiele, wie die auf dem Stendaler Marktplatz, sind von den Einschränkungen nicht betroffen. Immerhin ein bisschen Spaß in dieser schwierigen Zeit!
Weitere Landkreise betroffen
Die Maßnahmen im Landkreis Stendal sind nicht isoliert. Ähnliche Einschränkungen werden auch in anderen Landkreisen, wie Anhalt-Bitterfeld und Altmarkkreis Salzwedel, geplant. Die Trockenheit ist ein Problem, das viele Regionen in Deutschland betrifft, und der Druck auf die Wasserreserven wird in den kommenden Wochen und Monaten voraussichtlich zunehmen.
Die Menschen in Stendal stehen vor der Herausforderung, ihre Gewohnheiten anzupassen und den Wasserverbrauch zu reduzieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob der Herbst etwas Erholung bringen kann. Für jetzt heißt es: Wasser sparen und durchhalten!
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