Heute ist der 30.04.2026 und die Walpurgisnacht steht vor der Tür. In der Oberlausitz wird in diesen Tagen traditionell gefeiert – mit Hexenfeuern, die den Frühling willkommen heißen sollen. Doch was hier geschieht, ist nicht ganz unproblematisch. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz wurden insgesamt 30 Hexenfeuer vorzeitig entzündet. Die Polizei meldet, dass allein im Landkreis Bautzen 27 und im Landkreis Görlitz drei Feuer registriert wurden. Unerlaubtes Anzünden von Hexenfeuern gilt als Sachbeschädigung, und die Gefahr, dass die Flammen auf angrenzende Gebäude oder Vereinsheime übergreifen, ist nicht zu unterschätzen. Komischerweise ist das nicht das erste Mal, dass solche Vorfälle in der Region geschehen.
Vor allem in der Nacht zum Donnerstag war es zu vier vorzeitigen Anzündungen gekommen, unter anderem in Räckelwitz und Kubschütz. Die freiwilligen Feuerwehren sind gefordert, die Kontrolle über diese Feuer zu behalten und Brandwachen zu stellen. Die Verantwortlichen für diese unerlaubten Feuern sind bisher unbekannt, und die Polizei ermittelt. Ein gefährliches Spiel, das man sich nicht zu leichtfertig vorstellen sollte.
Waldbrandgefahr und Tradition
Die Tradition des Hexenfeuers zur Walpurgisnacht ist fest in der sächsischen Kultur verankert. Doch in diesem Jahr ist die Situation angespannt. Die Waldbrandgefahr ist erhöht, was die Feuerwehren dazu veranlasst, zur Vorsicht zu raten. Gunnar Ullmann, Präsident des Landesfeuerwehrverbands, äußert, dass die meisten Traditionsfeuer durchgeführt werden können, es aber Einschränkungen bei privat veranstalteten Feuern geben könnte. Besonders in den waldreichen Regionen im Norden und Osten Sachsens ist die Gefahr besonders hoch. Hier wird sogar mit Kameras überwacht, um unkontrollierte Feuer zu verhindern.
Der Deutsche Wetterdienst hat für die Region angekündigt, dass vorerst kein Regen zu erwarten ist. Das macht die Sache nicht einfacher – die Trockenheit trägt zur erhöhten Gefahr von Waldbränden bei. Laut Sachsenforst gilt aktuell im Norden und Osten Sachsens eine mittlere bis hohe Waldbrandgefahr. Da denkt man an die vielen gemütlichen Abende, die man am Feuer verbringen könnte, und dann kommt die Realität ins Spiel. Abstand zu Bäumen und Gebäuden halten, Löschmittel bereithalten – das sind die neuen Gebote.
Rückblick auf vergangene Brände
Ein Blick zurück zeigt, dass im Jahr 2025 laut Staatsbetrieb mehr als 2.000 Hektar Wald in Sachsen brannten – ein besorgniserregender Anstieg im Vergleich zu nur 10 Hektar im Jahr 2024. Ein verheerender Brand in der Gohrischheide im Landkreis Meißen hat damals die Situation dramatisch verschärft. Unachtsamkeit von Menschen trägt oft die Schuld an solchen Feuer. Das lässt einen schon nachdenklich zurück, wenn man sieht, wie schnell aus einem gemütlichen Abend ein unkontrollierbares Inferno werden kann.
Die Feuerwehr steht also in diesen Tagen vor einer besonderen Herausforderung. Das Feiern der Walpurgisnacht hat seine ganz eigene Magie, aber die Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Die Spannung in der Luft ist spürbar – wird die Tradition weiterleben können, ohne dass es zu gefährlichen Vorfällen kommt? Der Blick auf die kommenden Tage bleibt also gespannt. Für alle, die in der Oberlausitz feiern wollen: Seid vorsichtig und denkt daran, dass ein kleines Feuer schnell zu einem großen Problem werden kann. Wer mehr Informationen dazu sucht, kann sich gerne auch auf den Seiten von MDR und Stern informieren.