In Zwickau, Sachsen, hat ein dreister Betrugsversuch für Aufregung gesorgt. Eine 92-jährige Seniorin erhielt am Mittwoch einen Anruf von Betrügern, die ihr weismachen wollten, ihr Enkel habe einen tödlichen Unfall verursacht. Der Schock war groß, denn die Betrüger forderten von ihr Bargeld und Schmuck im Wert von 95.000 Euro als angebliche Kaution. Zum Glück war die Seniorin nicht allein. Ein aufmerksamer Pflegedienstmitarbeiter, der sie besuchte, erkannte schnell den Betrugsversuch, beendete das Telefonat und informierte sofort die Polizei. Ein echter Glücksfall, der womöglich Schlimmeres verhinderte! (Mehr dazu in der Quelle n-tv.de.)
Solche Machenschaften sind leider keine Einzelfälle. Häufig geben sich Betrüger als Polizisten aus, die angeblich Informationen über Einbrecher haben. Sie behaupten, die Adresse des Opfers gefunden zu haben und bieten an, Wertsachen „in Sicherheit“ zu bringen. Mit technischen Tricks, wie der Manipulation der Telefonnummer, schaffen sie es sogar, die Notrufnummer 110 im Display erscheinen zu lassen. Und dann gibt es noch den sogenannten Enkeltrick, bei dem die Gauner in sozialen Medien nach persönlichen Informationen recherchieren, um glaubwürdig aufzutreten. Oft beginnt das Gespräch mit „Rate mal, wer hier ist?“, was viele ältere Menschen in die Falle lockt.
Die verschiedenen Betrugsmaschen
Es gibt viele fiese Tricks, die Betrüger anwenden. Sie locken mit Gewinnspielen oder Lotterien und verlangen vor der Übergabe von vermeintlichen Gewinnen Gebühren oder Versicherungskosten. Laut Verbraucherzentrale fallen jährlich tausende Senioren auf diese Maschen herein, mit einem durchschnittlichen Schaden von etwa 4.500 Euro. Schockierend, oder? Auch der Microsoft-Support-Betrug ist eine gängige Methode. Hier geben sich die Täter als Mitarbeiter des technischen Supports aus und behaupten, der Computer des Opfers sei von Viren befallen. Ziel ist es, Zugang zum Computer zu bekommen, um sensible Daten zu stehlen oder Schadsoftware zu installieren.
Ein weiteres Problem ist, dass Betrug und Diebstahl an der Haustür besonders ältere Menschen betreffen. Die Täter treten oft als seriös gekleidete Geschäftspersonen oder angebliche Amtspersonen auf, um Vertrauen zu erwecken. Trickbetrug, das heißt, das Vorspiegeln falscher Tatsachen, ist hier die häufigste Methode. Oft wird ein Ablenkungsmanöver genutzt, um den Opfern Bargeld oder Wertsachen zu entwenden. In vielen Fällen kündigen sich die Täter telefonisch an, um direkt Informationen über ihre Opfer zu sammeln. Das Sicherheitsgefühl älterer Menschen leidet unter diesen Machenschaften, obwohl sie im Vergleich zu Jüngeren seltener Opfer von Straftaten werden.
Die Polizei rät dazu, bei fremden Besuchern vorsichtig zu sein. Vor dem Öffnen der Tür sollte man durch den Türspion oder das Fenster prüfen, wer vor der Tür steht. Am besten ist es, die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel zu öffnen und niemals Fremde in die Wohnung zu lassen. Bei Zweifel sollte man die entsprechende Behörde anrufen und sich nicht unter Druck setzen lassen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu schützen und gemeinsam mit Nachbarn oder Freunden für mehr Sicherheit zu sorgen.