Die Badesaison hat begonnen! In Schleswig-Holstein, wo sich die Nordsee und die Ostsee treffen, ist die Wasserqualität an den Stränden, Seen und Flüssen „sehr gut“. Das haben die letzten Prüfungen des Gesundheitsministeriums ergeben, das vor dem offiziellen Saisonstart am 1. Juni alle der über 330 Badestellen unter die Lupe genommen hat. Über 300 dieser Badestellen wurden aktuell auf ihre Wasserqualität getestet. Und die Ergebnisse? Über 90 Prozent der Badegewässer hatten in der vergangenen Saison 2025 die Bestnote „ausgezeichnet“. Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken bezeichnete die natürlichen Badegewässer als „Schätze Schleswig-Holsteins“.
Natürlich gibt es auch ein paar Einschränkungen. Einige Badestellen sind derzeit geschlossen – sei es wegen Sandaufspülungen oder Baustellen. Aber für die meisten Tauchbegeisterten steht einem Sprung ins kühle Nass nichts im Weg! Die aktuellen Daten zu jeder Badestelle sind während der Badesaison auf dem Landesportal verfügbar, sodass Badegäste immer bestens informiert sind.
Risiken und Herausforderungen
Doch auch wenn die Wasserqualität insgesamt hervorragend ist, sollten Badegäste nicht in einen falschen Sicherheitsschlaf verfallen. Badegewässer sind schließlich freie Gewässer mit ihren ganz eigenen, natürlichen Risiken. Bakterien, Zerkarien und auch Blaualgen können durchaus unangenehme Überraschungen bereithalten. Diese Risiken sind oft nicht vorhersehbar und können sich schnell ändern. Überwachungsbehörden informieren jedoch zeitnah über Risiken vor Ort, was für zusätzliche Sicherheit sorgt.
Mit steigenden Wassertemperaturen erhöht sich zudem das Risiko für Algenblüten, was zu Badewarnungen und Badeverboten führen kann. Auch Zerkarien, die harmlose, juckende Quaddeln verursachen, können nach Schönwetterperioden in Binnenseen auftreten. Bei Temperaturen über 20°C sind Vibrionen aktiv – Bakterien, die ebenfalls unangenehm sein können. Und ganz ehrlich, wer möchte schon von einem Petermännchen gestochen werden? Diese giftigen Fische sind in flachen Gewässern während der Laichzeit anzutreffen und können schmerzhafte Verletzungen verursachen.
Ein Blick auf die Vergangenheit
Im Vergleich zu den letzten Jahren zeigt sich ein positiver Trend. In der Saison 2024 war die hygienische Qualität von nur neun Badegewässern mangelhaft, was etwa 0,4 % aller Badegewässer ausmacht. Insgesamt wurden 148 Badegewässer temporär oder für die gesamte Badesaison geschlossen, viele davon aufgrund von Cyanobakterien. Starke Regenereignisse und Stürme haben auch dazu geführt, dass belastetes Schmutzwasser in die Gewässer gespült wurde, was wiederum zu Schließungen führte.
Die Qualität der Badegewässer hat sich jedoch zwischen 1992 und 2001 stark verbessert und ist seitdem auf einem konstant hohen Niveau. Im Durchschnitt erfüllten in den letzten vier Jahren 97,7 % der Badegewässer an Seen und Flüssen die mikrobiologischen Anforderungen der EU-Richtlinie. Bei Küstenbadegewässern waren es sogar 98,1 %. Das sind doch erfreuliche Zahlen!
Und während die Wasserqualität in Schleswig-Holstein ein Grund zur Freude ist, sollten sich alle Wasserratten und Sonnenanbeter auch die Preise für Strandkörbe im Hinterkopf behalten – die sind nämlich gestiegen. Aber hey, etwas mehr Komfort am Strand kann ja nicht schaden! Wer noch nicht genug hat, kann in Plön einen schönen Stadtbummel machen und die Umgebung erkunden.
Für alle, die nach einem erfrischenden Bad suchen: Die Badesaison hat begonnen, und Schleswig-Holstein wartet mit seinen schönen Badestellen auf!
