Heute ist der 31.05.2026 und in Flensburg ist die Handballwelt aus den Fugen geraten – zumindest für die Fans des THW Kiel. Im Finale der EHF European League unterlag die Traditionsmannschaft der MT Melsungen mit 23:24. Damit endet die Saison für Kiel ohne Titelgewinn, was für einen Verein mit einer so stolzen Geschichte, der bereits viermal die EHF Champions League und viermal den EHF Cup gewonnen hat, wie ein böser Scherz erscheint. Melsungen hingegen feiert den größten Erfolg in seiner Vereinsgeschichte und ist nun sogar im Rennen um einen Platz in der Champions League.
Die Partie war spannend bis zur letzten Sekunde. Melsungen führte zur Halbzeit mit 13:12, und der Kieler Keeper Andreas Wolff war in der ersten Halbzeit alles andere als ein Rückhalt – lediglich eine Parade in 21 Minuten! Die Zuschauer in der Halle fanden sich in einem regelrechten Krimi wieder, in dem kein Team sich mit mehr als zwei Toren absetzen konnte. Vier Minuten vor Schluss stand es 22:22, als Lukas Zerbe für Kiel per Siebenmeter ausglich. Doch dann kam der entscheidende Moment: David Mandic erzielte 37 Sekunden vor dem Ende das 24:23 für Melsungen. Der letzte Wurf von Eric Johansson wurde von Melsunger Spielern blockiert, und der Traum vom Titel zerplatzte.
Ein neuer Stern am Handballhimmel
Die EHF European League, seit ihrer Gründung in der Saison 2020/21, hat nun ihren ersten deutschen Gewinner: Melsungen. Für die Mannschaft, die noch nie zuvor im Finale dieses Wettbewerbs stand, ist dies ein Meilenstein. Kiel hingegen erreichte zum ersten Mal das Finale, was den Druck auf die Spieler nur verstärkte. Die spannende Frage bleibt: Kann Melsungen diesen Erfolg im nächsten Jahr wiederholen? Die Chance auf die Champions League hängt nun an einem dünnen Faden.
In der Partie um Platz drei konnte sich die SG Flensburg-Handewitt durchsetzen und gewann gegen Montpellier HB mit 32:30. Simon Pytlick war der Held für Flensburg und erzielte sieben Treffer, während Montpellier’s Zvonimir Srna sechs Tore beisteuerte. Flensburg hatte in der Schlussphase eine Rote Karte gegen Niclas Kirkelökke zu verdauen, doch das hinderte sie nicht daran, entscheidend auf 31:27 davonzuziehen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Füchse Berlin haben noch einen langen Weg vor sich, denn sie müssen das TruckScout24 EHF FINAL4 2026 in Köln gewinnen, um sich für die EHF Champions League Saison 2026/27 zu qualifizieren. Die Spannung in der deutschen Handballlandschaft bleibt also hoch! Fans können sich bereits auf die nächsten Spiele freuen, und für den Finaltag der Winamax EHF Finals 2026 sind sogar noch Tagestickets verfügbar. Wer weiß, vielleicht sehen wir schon bald eine neue Generation von Handballstars, die mit ihren Leistungen die Zuschauer begeistern werden.
