Reerdigung als neue Bestattungsform in Schleswig-Holstein anerkannt
Heute ist der 19.06.2026 und in Herzogtum Lauenburg gibt es Grund zur Freude: Die Reerdigung ist nun offiziell als Bestattungsform in Schleswig-Holstein anerkannt. Am 18. Juni 2026 hat der Landtag einstimmig beschlossen, dass dieses innovative Verfahren gleichberechtigt neben der traditionellen Erd- und Feuerbestattung steht. Das klingt ganz nach einem Schritt in die Zukunft, oder? Die Idee, den Körper auf natürliche Weise zurückzugeben, hat viele Menschen begeistert.
Das Verfahren zur Reerdigung wurde zuvor in Mölln und Kiel getestet, und die Ergebnisse sprechen für sich. Justizministerin Kerstin von der Decken (CDU) hat erklärt, dass sie das Verfahren für unbedenklich für Mensch und Umwelt hält. Die Universität Leipzig begleitete die Pilotphase, was dem Ganzen noch mehr Gewicht verleiht. In Mölln, im Kreis Herzogtum Lauenburg, wurde die Reerdigung bereits seit Februar 2022 auf dem Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde erprobt. Ein Jahr später, im Februar 2023, folgte der Kieler Parkfriedhof Eichhof als weiterer Teststandort.
Ein neues Bestattungsverfahren
Doch was genau passiert bei einer Reerdigung? Der Leichnam wird auf eine Art von Stroh, Heu, Blumen und Aktivkohle gebettet und in einem Kokon innerhalb von 40 Tagen zu Erde transformiert. Das klingt fast wie ein Zaubertrick der Natur! Die entstandene Erde muss dann auf Friedhöfen beigesetzt werden, was bedeutet, dass die Angehörigen ihre Lieben weiterhin in einem würdigen Rahmen verabschieden können. Bisher wurden in Schleswig-Holstein über 80 Verstorbene aus 14 Bundesländern reerdigt, und 45 von ihnen fanden bereits ihre letzte Ruhe mit diesem Verfahren. Es ist beeindruckend, wie schnell sich alles entwickelt hat.
Die Reerdigung ist nicht nur ein Trend, sondern könnte auch als Vorreiter für andere Bundesländer fungieren. Laut Berichten beobachten viele Regionen die Erprobungsphase in Schleswig-Holstein genau. So planen beispielsweise Sachsen und Berlin, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Der Bedarf an neuen Bestattungsformen wächst, und es scheint, dass die Reerdigung auf dem besten Weg ist, ein akzeptierter Teil des Bestattungssystems in Deutschland zu werden.
Ein Blick auf die Bestattungsgesetze
<pDie Bestattungsgesetze in Deutschland sind ein spannendes Thema, das sich ständig weiterentwickelt. So wurden im Dezember 2025 in Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Anpassungen vorgenommen. Interessanterweise erlaubte Rheinland-Pfalz sogar Flussbestattungen und die Aufbewahrung der Urne zu Hause. Die Reerdigung in Schleswig-Holstein wird als wichtiger Testlauf angesehen; andere Bundesländer warten ab, wie sich das Verfahren bewährt. Nordrhein-Westfalen plant bereits eine Sachverständigenanhörung und auch Sachsen denkt über eine Novellierung nach. Es bleibt abzuwarten, wie sich das alles entwickeln wird.
Der Schritt zur Legalisierung der Reerdigung in Schleswig-Holstein könnte also weitreichende Folgen haben. Vielleicht wird es bald ein neues, nachhaltiges Bestattungsverfahren geben, das mehr Menschen die Möglichkeit bietet, sich von ihren Liebsten auf eine umweltfreundliche Weise zu verabschieden. Wer weiß, in ein paar Jahren könnte die Reerdigung nicht nur in Schleswig-Holstein, sondern auch in anderen Bundesländern fest etabliert sein!
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