Heute ist der 8.06.2026 und die Handballwelt schaut auf Kiel, wo der THW Kiel eine Saison hinter sich hat, die man wohl am liebsten schnell vergessen würde. Die Zebras, einst ein Aushängeschild des deutschen Handballs, beendeten die Saison als Sechster in der Bundesliga – das ist die schlechteste Platzierung seit der Saison 1992/93, als sie Rang sieben belegten. Am letzten Spieltag gab es eine herbe Niederlage gegen TBV Lemgo-Lippe, die mit 31:34 (15:16) die Oberhand behielten. Ein bitteres Ende für ein Team, das in den vergangenen Jahrzehnten so viele Erfolge feiern konnte.

Die Enttäuschung sitzt tief, denn damit hat der THW Kiel das internationale Geschäft nach 33 Jahren verpasst. Das ist schon eine Hausnummer. In einer Liga, die nun sechs internationale Startplätze zur Verfügung hat, wird die Luft für die Kieler dünn. Vizemeister Füchse Berlin hingegen feierten einen spektakulären Sieg gegen SG Flensburg-Handewitt mit 43:38 (22:20), wobei Mathias Gidsel unglaubliche 18 Tore erzielte. Ein wahrer Glanzmoment im Kontrast zur niederschmetternden Situation des THW.

Abstieg und Nervosität bei GWD Minden

Doch nicht nur Kiel hatte Grund zur Sorge. GWD Minden ist der zweite Absteiger, nachdem sie am letzten Spieltag gegen SC DHfK Leipzig mit 25:26 (14:18) verloren. Sie hätten ein Unentschieden gebraucht, um den Abstieg zu vermeiden. Es war eine nervenaufreibende Partie, in der Jakub Sterba in der letzten Sekunde nur den Pfosten traf – ein Moment, der alles hätte ändern können. Geschäftsführer Nils Torbrügge sprach von der Nervosität seines Teams, während sein Kollege Björn Seipp von HSG Wetzlar von Erleichterung und Dank an Leipzig sprach. Wetzlar konnte durch Mindens Niederlage den Abstieg abwenden und bleibt damit im deutschen Oberhaus, wo sie nun ins 29. Jahr gehen.

Für Kiel bleibt die Hoffnung auf ein internationales Engagement in der European League ungewiss. Die Möglichkeit besteht nur bei Regeländerungen oder einem Verzicht des Bergischen HC. THW Kiel hat bereits verlängert und setzt auf die Zukunft mit Nationalspieler Lukas Zerbe, dessen Vertrag bis 2029 läuft. Vielleicht kann er eine Wende herbeiführen, denn die Fans wünschen sich nichts sehnlicher als die Rückkehr zu alten Erfolgen.

Ein Blick in die Zukunft

Mit Meister SC Magdeburg, den Füchsen Berlin und voraussichtlich MT Melsungen, die als siebter Platzierte in der Champions League antreten, wird die Bundesliga weiterhin international vertreten sein. Flensburg (3.), VfL Gummersbach (4.) und Bergischer HC (14.) haben sich für die European League qualifiziert. Ein spannendes internationales Feld, in dem der THW Kiel in der kommenden Saison nicht mitmischen wird – eine Tatsache, die bei den Fans für Frust sorgt.

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Die Zukunft wird zeigen, ob Kiel aus dieser schwierigen Phase gestärkt hervorgehen kann oder ob sich die Negativspirale weiter fortsetzt. Die Frage bleibt: Wie wird sich das Team um Lukas Zerbe und seine Mitspieler in der kommenden Saison präsentieren? Die Antwort darauf wird wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Für weitere Informationen und Details können Sie die vollständigen Berichte auf FAZ und Sport1 nachlesen.