Heute, am 30. Mai 2026, dürfen sich Handball-Fans auf ein ganz besonderes Ereignis freuen: Der THW Kiel hat sich ins Endspiel der European League gekämpft! In einem spannenden Halbfinale besiegte die Mannschaft Montpellier HB mit 29:28 in der Barclays Arena in Hamburg. Der Sieg ist umso süßer, da Kiel sich für die knappe Niederlage im Vorjahr (31:32) revanchieren konnte. Und jetzt steht das große Finale am Sonntag um 18:00 Uhr auf dem Programm, wo sie auf die SG Flensburg-Handewitt oder MT Melsungen treffen werden.
Die Partie gegen Montpellier begann zunächst etwas verhalten. Beide Teams gingen mit viel Respekt in das Spiel, was sich in einer niedrigen Torquote in den ersten Minuten widerspiegelte. Ein paar unglückliche Aktionen, wie der Siebenmeter von Lukas Zerbe, der die Latte traf, und der Pfostenschuss von Kylian Villeminot, der auch Andreas Wolff, dem Keeper von Kiel, nicht zu schaffen machte, sorgten für eine spannende Atmosphäre. Doch dann fand Kiel allmählich ins Spiel und übernahm die Führung.
Ein dramatisches Halbfinale
Der THW Kiel setzte in der ersten Hälfte klare Akzente und führte zur Halbzeit mit 15:12. In der zweiten Hälfte glich Montpellier zwar zum 16:16 aus, doch die Kieler blieben dran. David Balaguer brachte Montpellier sogar kurzzeitig mit 20:18 in Führung. Doch die Kieler ließen sich nicht entmutigen, setzten auf den siebten Feldspieler und führten bald 27:24. In den letzten 30 Sekunden stand es dann 28:28, bis Eric Johansson den entscheidenden Treffer erzielte und Wolff gleich doppelt parierte, was den Sieg sicherte. Montpellier vergab in dieser spannenden Begegnung insgesamt sechs Siebenmeter, was sich letztlich als entscheidend herausstellen sollte.
Die Zahlen sprechen für sich: Eric Johansson war mit sechs Toren der beste Werfer für Kiel, während David Balaguer mit acht Treffern für Montpellier glänzte. Die Kieler haben in der Gruppenphase bereits zweimal gegen Montpellier gewonnen, was ihnen jetzt zusätzliches Selbstvertrauen gab. Sie gewannen 30:28 in der französischen Stadt und 27:18 in der eigenen Halle. Und nicht zu vergessen, die Kieler haben kürzlich in der Handball-Bundesliga mit 32:23 gegen den Bergischen HC gewonnen, was sicherlich auch einen positiven Einfluss auf ihre Leistung hatte.
Der Weg zum Titel
Der Final Four-Wettbewerb umfasst nicht nur das Endspiel, sondern auch ein Spiel um Platz drei und das zweite Halbfinale, das zwischen MT Melsungen und SG Flensburg-Handewitt stattfindet. Ein Sieg von Kiel würde ein deutsches Traumfinale am Sonntag bedeuten! Kapitän Domagoj Duvnjak hat bereits betont, wie wichtig die Investitionen für dieses Ziel sind und dass Kiel nach einem erfolgreichen Wochenende strebt. Über 10.000 Fans werden in Hamburg erwartet, die ihre Mannschaft lautstark unterstützen werden.
Das nächste Ziel ist klar: Die Qualifikation für die Champions League. Der THW Kiel ist aktuell nur Fünfter in der Bundesliga und ein Titel in der European League wäre der Schlüssel dazu, um ein erstmaliges Verpassen der internationalen Bühne seit 33 Jahren zu verhindern. Es bleibt spannend, wie sich die Kieler im Finale schlagen werden – die Vorfreude steigt!
Wer das Halbfinale verpasst hat, hatte die Chance, es live im Free-TV auf DF1 zu verfolgen, und auch die Streamingdienste Dyn und DAZN haben die Partie übertragen. Für alle, die Handball lieben, ist das eine aufregende Zeit. Es wird sich zeigen, ob Kiel die aufregende Reise bis zum Ende fortsetzen kann!
