Am Samstag, dem 30. Mai 2026, passierte etwas Aufregendes in Travemünde an der Ostsee. Gegen 12:10 Uhr beobachteten Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ein Kind, das beim Baden in Not geraten war. Sofort wurde die Rettungskette alarmiert, und auch die Feuerwehr sowie ein Rettungshubschrauber wurden hinzugezogen. Die Wellen waren vielleicht nicht die besten Freunde des kleinen Badegastes, aber die DLRG-Rettungsschwimmer handelten schnell und zogen das Kind aus dem Wasser. Ein Glück, denn der Rettungshubschrauber landete direkt am Strand, ausgestattet mit einem Notarzt, der bereit war, falls es nötig wäre.
Die gute Nachricht: Die Einsatzkräfte gaben Entwarnung! Das Kind blieb unverletzt und benötigte keinen Krankenhausaufenthalt. Die Polizei konnte zwar keine Angaben zum Alter des Kindes machen, aber die vielen Lübecker, die sich am Strand versammelt hatten, waren sichtlich erleichtert. Ein kleines Detail sorgte für Verwirrung: Der Rettungshubschrauber war blau statt orange. Der Grund dafür? „Christoph 12“ war zu einem Tag der offenen Tür in Siblin, weshalb ein Ersatzhubschrauber bereitgestellt wurde. Also alles in allem ein glücklicher Ausgang für alle Beteiligten!
Rettungsschwimmer dringend gesucht
Die DLRG ist nicht nur in Travemünde aktiv, sondern sucht auch dringend nach Rettungsschwimmern für die Strände an Nord- und Ostsee, insbesondere für die Sommersaison. Es besteht ein besonderer Bedarf von Anfang Juni bis Ende Juli. Wer sich als Rettungsschwimmer engagieren möchte, muss mindestens 16 Jahre alt sein und das Rettungsschwimmabzeichen in Silber haben oder erwerben. Die Vorbereitungszeit für die Prüfung umfasst etwa zwölf Stunden in Theorie und Praxis, und auch ein Erste-Hilfe-Kurs ist erforderlich. Die DLRG hat rund 2.000 örtliche Vereine, die regelmäßig Vorbereitungskurse anbieten – eine Mitgliedschaft ist dafür nicht zwingend erforderlich.
In dieser Saison sind bereits etwa 5.000 ehrenamtliche Rettungsschwimmer für über 100 Badestellen eingeplant. Das ist die gleiche Anzahl wie im Vorjahr, auch wenn die durchschnittliche Einsatzzeit der Schwimmer trotz steigender Urlauberzahlen sinkt. Wer sich für einen Einsatz interessiert, muss sich für mindestens sieben Tage verpflichten, wobei Wünsche nach bestimmten Einsatzorten möglichst berücksichtigt werden. Die DLRG übernimmt die Fahrtkosten und zahlt eine tägliche Aufwandspauschale von acht Euro; Unterkunft und Verpflegung sind ebenfalls inbegriffen. Die Kosten für die Einsätze tragen die Seebäder.
Badesaison und Sicherheit
Die Wachsaison an der Nord- und Ostsee hat bereits begonnen. Die DLRG hat die ersten Wachtürme in St. Peter-Ording und Grömitz besetzt, und am kommenden Wochenende werden 16 weitere Standorte hinzukommen. Insgesamt sollen über 80 Stationen während des Sommers mit Rettungsschwimmern besetzt werden. Allerdings sind aktuell nur etwa 115 der gewünschten 230 Positionen besetzt. Das bedeutet, die DLRG sucht dringend Nachwuchs. Sie ist an sieben Tagen in der Woche für fünf Monate an den Stränden präsent. Badegäste sollten sich bewusst sein, dass Baden im Meer gefährlicher ist als in Binnengewässern – wechselnde Untergründe, Wind und Strömung machen es nicht immer leicht.
Ein wichtiger Hinweis für alle Strandbesucher: Achtet auf die Strand-Sicherheitsflaggen! Eine gelb-rote Flagge bedeutet, dass Rettungsschwimmer im Dienst sind. Eine gelbe Flagge zusätzlich warnt unsichere Schwimmer und Nichtschwimmer, während eine rote Flagge Lebensgefahr signalisiert und kein Baden erlaubt ist. Die letzten Rettungsschwimmer beenden die Saison Anfang Oktober, aber auch nach den Sommerferien wird in vielen Bereichen noch überwachtes Baden angeboten. Wer sich also für die Sicherheit am Strand einsetzen möchte, der sollte nicht zögern und sich bei der DLRG melden – es ist ein wertvoller Beitrag zur Sicherheit aller Badegäste.
Für mehr Informationen über den Vorfall in Travemünde und die spannende Arbeit der DLRG, könnt ihr den vollständigen Artikel hier nachlesen.
