In Nordfriesland, genauer gesagt in Langenhorn, gibt es spannende Neuigkeiten. Ein süddeutscher Projektentwickler plant die Errichtung eines Rechenzentrumscampus, der auf einem großzügigen Areal von 55.000 Quadratmetern entstehen soll. Die geplante Anschlussleistung für dieses ambitionierte Vorhaben liegt zunächst bei 150 MW, mit einer Ausbaumöglichkeit auf bis zu 300 MW. Damit könnte der Campus zu einem der größten Rechenzentren in Deutschland avancieren. Laut den Angaben des Projektentwicklers, der von der German Datacenter Association unterstützt wird, würde jeder Megawatt Rechenzentrumskapazität zwischen 25.000 und 40.000 Euro Gewerbesteuer generieren. Bei 150 MW wären das also bis zu sechs Millionen Euro jährlich für die Gemeinde mit rund 3.400 Einwohnern. Ein ganz schöner Batzen, der der Region zugutekommen könnte!

Der Standort wurde nicht zufällig gewählt. Die Region bietet einen hohen Windstromüberschuss, der lokal nicht vollständig genutzt wird. Das bedeutet, dass die Energieversorgung für das Rechenzentrum gesichert ist und gleichzeitig die vorhandenen Ressourcen effizient verwertet werden können. Die geplanten Gebäude – zwei in der Höhe von bis zu 27,5 Metern – sollen jeweils drei Servergeschosse à 7,5 Meter und ein Technikgeschoss von fünf Metern beinhalten. Eine Energiezentrale sowie dieselbetriebene Netzersatzanlagen sind ebenfalls Teil des Plans. Auch die Abwärme der Server wird nicht einfach verpuffen, sondern soll über Wärmeübergabestationen für Haushalte oder Gewerbebetriebe nutzbar gemacht werden.

Die Entscheidungsfindung

Ein entscheidender Moment steht am 24. Juni bevor, wenn die Gemeindevertretung über das Projekt entscheidet. Die Informationsveranstaltung, die kürzlich im „Kreissool“ stattfand, zog über 300 interessierte Bürger an. Das zeigt, wie sehr die Menschen vor Ort an der Entwicklung ihres Heimatortes interessiert sind. Und das ist auch nötig – denn die Investition beläuft sich auf mehrere Milliarden Euro. Der Projektierer, ein deutsches Unternehmen namens Uniq Land, plant die Finanzierung des Projekts selbst. Das klingt nach einer soliden Basis für die Realisierung!

Die Nähe zu einem geplanten Umspannwerk von SH Netz, das bis 2029 in Betrieb gehen soll, sorgt zusätzlich für einen positiven Ausblick. Ein weiteres Umspannwerk von Tennet könnte sogar bis 2035 in Bargum errichtet werden und die Kapazität auf 300 MW verdoppeln. Das macht das gesamte Projekt noch interessanter, denn es könnte nicht nur lokale Unternehmen, sondern auch europäische sowie internationale Kunden anziehen. Besonders im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Speicher dürften die Möglichkeiten weitreichend sein. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die die geplante Gebäudehöhe von bis zu 27,5 Metern bemängeln und eine Begrenzung auf 12 Meter vorschlagen. So ist das Leben – immer zwei Seiten einer Medaille.

Die Auswirkungen auf die Region

Die geplante Schaffung von etwa 75 Arbeitsplätzen in der Region wird von vielen als großer Vorteil gesehen. Zudem wird erwartet, dass das Rechenzentrum über 60.000 Haushalte theoretisch mit Wärme versorgen könnte, auch wenn derzeit kein konkretes Konzept dafür vorliegt. Die Kühlung des Rechenzentrums soll durch ein geschlossenes System erfolgen – und damit wird sichergestellt, dass keine unnötige Energie verschwendet wird.

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Zusammengefasst, die Entwicklungen in Nordfriesland sind ein spannendes Beispiel für die Herausforderungen und Chancen, die mit der Digitalisierung und der Energieversorgung einhergehen. Ein Projekt dieser Größenordnung könnte nicht nur die lokale Wirtschaft ankurbeln, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Die Menschen in der Region sind gespannt, ob die Gemeindevertretung am 24. Juni den Grundstein für die Zukunft legen wird. Und ganz ehrlich, wir sind es auch!

Für weitere Informationen über den Stand und die Entwicklung des Rechenzentrumsstandorts Deutschland können Sie auch hier nachlesen.

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