Heute ist der 25.04.2026. In Ostholstein sorgt die Schließung von zwei Krankenhäusern durch die Ameos-Gruppe für große Besorgnis. Betroffen sind die Einrichtungen auf Fehmarn und in Middelburg, die bis Ende 2026 schließen werden. Diese Entscheidung wurde Landrat Timo Gaarz (CDU) am Donnerstag von der Krankenhausdirektorin Lena Radtke mitgeteilt. In den letzten Jahren wurde die Schließung der beiden Kliniken immer wieder diskutiert, nun ist sie Realität geworden.

Die Schließung hat weitreichende Auswirkungen auf die medizinische Versorgung in der Region. Bereits jetzt haben Patienten mit Platzmangel zu kämpfen, und die Hälfte der Schmerzkliniken in Schleswig-Holstein sieht sich in ihrer Existenz bedroht. Während das Medizinische Versorgungszentrum auf Fehmarn erhalten bleibt, werden die Schmerzmedizin und die Geriatrie in Middelburg nach Oldenburg verlagert. Ab 2027 wird in Oldenburg voraussichtlich nur noch Neurologie und Telemedizin angeboten, was die Sorgen der Bevölkerung weiter verstärkt.

Politische Reaktionen und Forderungen

Landrat Gaarz äußerte große Bedenken über die angekündigten Einschränkungen in der Versorgungsstruktur und betonte die Notwendigkeit, die Situation zu verbessern. Gespräche zwischen den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen und den Verantwortlichen von Ameos sind für den kommenden Montag geplant. Die SPD hat in diesem Kontext eine Resolution zur Schließung der geriatrischen Tagesklinik in Oldenburg verabschiedet. Mit den Stimmen der demokratischen Fraktionen wurde die Initiative angenommen, die auf transparente Kommunikation und eine schnellstmögliche Wiedereröffnung der geriatrischen Tagesklinik abzielt.

Ein zentraler Punkt der Resolution ist der Erhalt aller Akutkrankenhäuser im Kreis Ostholstein sowie des Standorts Middelburg. Die Region gilt als eine der ältesten in Deutschland, was eine wohnortnahe geriatrische Versorgung unumgänglich macht. Die Forderungen stellen einen klaren Appell an Ameos dar, ein zukunftsfähiges Konzept für alle Standorte im Kreis Ostholstein zu entwickeln.

Der Druck auf das Gesundheitssystem wächst

Die Unsicherheiten im Gesundheitssektor nehmen zu. Kliniken berichten von Patienten mit typischen Urlaubsverletzungen und Notfällen, die in der touristisch geprägten Region besonders häufig auftreten. Hinzu kommt, dass neue Regeln ab November für Unruhe unter Beleghebammen sorgen, die massive Einbußen befürchten. Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob die politischen Forderungen Gehör finden.

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Insgesamt steht die Gesundheitsversorgung in Ostholstein vor einer großen Herausforderung, die nicht nur die Betroffenen, sondern die gesamte Region betrifft. Die Schließung der Ameos-Kliniken könnte weitreichende Folgen für die medizinische Betreuung der Bevölkerung haben und erfordert ein schnelles Handeln aller Beteiligten.

Weitere Informationen zu den Hintergründen der Schließungen und den politischen Reaktionen finden Sie in unserem ausführlichen Bericht auf NDR Schleswig-Holstein sowie auf der Webseite der SPD Ostholstein.