Heute ist der 23.04.2026 und im Kreis Plön, Schleswig-Holstein, wurden am 22. April umfassende Kontrollen im öffentlichen Nahverkehr durchgeführt. Diese wurden sowohl von der Landespolizei als auch der Bundespolizei organisiert und zogen die Aufmerksamkeit von etwa 130 Reisenden auf sich. Ziel dieser Kontrollen war es, die Gewaltkriminalität in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Haltestellen zu reduzieren.

Die Kontrolle fand an den Bahnhöfen in Preetz und Raisdorf statt. Während dieser Aktion wurden vier zugriffsbereite Messer sowie zwei kleine Tütchen Betäubungsmittel sichergestellt. Die Reisenden reagierten überwiegend positiv auf die Kontrollen, die im Rahmen der neuen Landesverordnung über das Verbot des Führens von Waffen und Messern im öffentlichen Personennahverkehr durchgeführt wurden, die am 23. Dezember 2024 in Kraft trat. Diese Verordnung ergänzt den § 42b des Waffengesetzes, der seit dem 31. Oktober 2024 im Personenfernverkehr gilt.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Die Landespolizei Schleswig-Holstein und die Bundespolizei haben sich zur Aufgabe gemacht, die Einhaltung dieser Verordnung streng zu überwachen. Die Kontrollen sind nicht nur anlassbezogen, sondern werden auch lageangepasst durchgeführt. Dabei haben die Beamten die Befugnis, Personen anzuhalten, zu befragen, und ihre mitgeführten Sachen zu durchsuchen. Verstöße gegen das Mitführverbot gelten als Ordnungswidrigkeiten und können mit Geldbußen von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Im Jahr 2023 gab es in Schleswig-Holstein 58 Straftaten mit Waffen im öffentlichen Personennahverkehr, ein Anstieg im Vergleich zu 35 im Vorjahr. Auch die Gewaltstraftaten auf Bahnanlagen sind gestiegen: 763 Delikte wurden im Jahr 2024 registriert, was einem Anstieg von fast 10 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders auffällig sind die 196 Delikte, die am Kieler Hauptbahnhof verzeichnet wurden.

Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität

Die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden, darunter die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt und die Generalstaatsanwaltschaft, wurde intensiviert, um die Gewaltkriminalität konsequent zu verfolgen. Weitere Kontrollen im Kreis Ostholstein haben bereits drei Verstöße gegen das Waffenverbot aufgezeigt. Zudem wurden in Kiel drei Waffenverbotszonen eingerichtet, deren Verstöße ab sofort geahndet werden.

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Die aktuellen Kontrollen und die Schaffung von Waffenverbotszonen sind Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets zur Erhöhung der Sicherheit in Bus und Bahn. Die Behörden setzen alles daran, die Gefahr von Angriffen mit Waffen und Messern im öffentlichen Verkehr zu reduzieren und damit das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken.