Hitzepaten: Unterstützung für chronisch kranke und ältere Menschen in Rendsburg-Eckernförde
Im Kreis Rendsburg-Eckernförde hat ein spannendes Pilotprojekt namens „Hitzepaten“ das Licht der Welt erblickt. Ziel ist es, chronisch kranke und ältere Menschen während der heißen Sommermonate zu unterstützen. Das Projekt läuft bis September 2026 und bietet eine wertvolle Hilfe für diejenigen, die in der Hitze oft allein gelassen werden. Freiwillige Helferinnen und Helfer sind herzlich eingeladen, sich zu engagieren und das Wohlbefinden ihrer Mitmenschen zu fördern. Die Aufgaben sind vielfältig: von der Überprüfung der Getränkevorräte über die Einschätzung der Wohnraumtemperatur bis hin zur Unterstützung beim Einkaufen. Es klingt nach einer tollen Möglichkeit, aktiv zu sein und gleichzeitig etwas Gutes zu tun!
Die Projektorte sind Aukrug, Bordesholm und Nortorf. Interessierte Helfer können sich ab sofort anmelden und erhalten eine mehrstündige Schulung, die kostenlos ist. Die Schulung umfasst wichtige Informationen zum Gesundheitsschutz bei Hitze – eine echte Bereicherung für alle, die sich engagieren möchten! Auch hilfsbedürftige Personen sind eingeladen, sich zu melden, denn Hilfe kann nie genug sein. Wer Fragen hat, kann sich telefonisch unter (04331) 202 72 34 oder per E-Mail an gesundheitsfoerderung@kreis-rd.de wenden. Übrigens, das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein hat bereits Tipps zur Hitzebewältigung herausgegeben, was sicher nicht schadet!
Hintergrund und Notwendigkeit des Projekts
Die Notwendigkeit solcher Initiativen wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass Hitzeperioden aufgrund des Klimawandels zunehmen. Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind besonders betroffen, da ihre Hitzetoleranz oft gering ist. Mit steigendem Alter lässt nicht nur das Durstgefühl nach – auch die Regulierungsmechanismen des Körpers sind beeinträchtigt. Das ist ein ernstes Thema, denn extreme Hitze kann nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Gesundheit gefährden. So können bestehende Erkrankungen, wie etwa Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen, durch hohe Temperaturen erheblich verschärft werden.
Das Projekt „Hitzepatenschaften“, das vom Kreis Rendsburg-Eckernförde initiiert und durchgeführt wird, wird durch Mittel der gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Diese Unterstützung ist wichtig, denn sie zeigt, wie ernst man die gesundheitlichen Herausforderungen durch Hitze nimmt. Ein Blick auf die Zahlen: Bereits in Hitzeperioden gibt es einen besorgniserregenden Anstieg der Sterbefälle. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sind effektive Hitzeschutzmaßnahmen, wie Hitzeaktionspläne (HAPs), absolut notwendig. Diese sollen nicht nur präventiv wirken, sondern auch die Gesundheitsförderung in den Fokus rücken.
In Deutschland wird ernsthaft mit einer Zunahme extremer Hitze gerechnet. Das Robert Koch-Institut (RKI) beobachtet die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze kontinuierlich und veröffentlicht zwischen Juni und September wöchentliche Berichte zur hitzebedingten Mortalität. Der erste Bericht für diese Saison wird am 2. Juli 2026 erscheinen. Diese regelmäßigen Informationen sind wichtig, um rechtzeitig auf die Gefahren reagieren zu können.
Für die Region Rendsburg-Eckernförde ist das Projekt „Hitzepaten“ ein Schritt in die richtige Richtung, um die Gemeinschaft zu stärken und denjenigen, die Hilfe benötigen, zur Seite zu stehen. Wer also etwas bewegen möchte, sollte sich nicht scheuen, Teil dieses wertvollen Projekts zu werden!
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