Die Bedeutung der Knicks in Schleswig-Flensburg
Heute ist der 9.07.2026 und wir werfen einen Blick auf ein ganz besonderes Thema aus Schleswig-Flensburg, das die Region nachhaltig prägt: die Knicks. Diese charakteristischen Erdwallstrukturen, auch als „Wallhecken“ bekannt, sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern erfüllen auch eine äußerst wichtige Funktion in der Landschaft. Übrigens, in Schleswig-Holstein gibt es über 50.000 Kilometer Knicks! Das sind mehr als genug, um die Neugier der Naturfreunde zu wecken.
Knicks sind etwa 0,8 bis 1 Meter hoch und bedeckt mit strauchartigen Gehölzen. Sie bieten Lebensraum für eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten – rund 7.000 Tierarten finden hier ihre Heimat! Man könnte sagen, sie sind die kleinen Ökosysteme der Landwirtschaft. Ihre ökologische Bedeutung ist also nicht zu unterschätzen. Für viele Tiere sind sie sogar die letzte naturnahe Substanz in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Hier fühlen sich Tiere und Pflanzen wohl, wo sonst vielleicht nur Felder und Wiesen zu finden sind.
Einblick in die Knicks
Am Dienstag, den 14. Juli, findet im Gemeinderaum Nieby, Falshöft 11, ein spannender Vortrag statt, der sich mit der Entstehung und dem Ursprung dieser besonderen Landschaftselemente beschäftigt. Sonja Klemich vom Landesamt für Umwelt wird über die ökologische Bedeutung der Knicks referieren, deren Pflege und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Die Veranstaltung ist Teil der „Sommervorträge“ des Nabu Ostangeln und beginnt um 19 Uhr. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich diesen Termin unbedingt in den Kalender eintragen! Für Rückfragen ist Nabu Ostangeln unter der Nummer 01525 7815708 erreichbar oder schaut mal auf deren Webseite: www.nabuostangeln.de.
Die Knicks wurden vor etwa 200 Jahren angelegt, um landwirtschaftliche Flurstücke abzugrenzen. Sie nehmen etwa 1 Prozent der Landesfläche Schleswig-Holsteins ein und prägen das Landschaftsbild ganz entscheidend. Typische Begleitflora wächst an den Randstreifen der Knicks, und auf einem Kilometer einer Wallhecke können sogar 1.600 bis 1.800 Arten leben! Das ist schon ziemlich beeindruckend. Man könnte fast sagen, sie fungieren als natürliche Korridore, die verschiedene Lebensräume miteinander verbinden und den Austausch von Organismen ermöglichen. Ein echter Schatz der Natur!
Wenn wir über die Knicks sprechen, sprechen wir nicht nur über die Pflanzen und Tiere, die dort leben, sondern auch über die Herausforderungen, die mit ihrem Erhalt verbunden sind. In einer Zeit, in der die Landwirtschaft immer intensiver wird, sind solche natürlichen Strukturen bedroht. Die Bedeutung der Knicks für die Biodiversität und den Schutz wertvoller Kulturelemente in der Landschaft ist also nicht nur ein Thema für Naturliebhaber, sondern betrifft uns alle.
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