Heute ist der 22.05.2026 und wir werfen einen Blick auf ein spannendes Projekt im benachbarten Deutschland, das nicht nur die Region Schleswig-Holstein, sondern auch über die Grenzen hinweg für Aufsehen sorgt. Bei Schuby, unweit von Schleswig, entsteht der Energiepark Schuby, der mit einem gewaltigen Energiebedarf von 1.400 Megawatt (MW) aufwarten kann. Das entspricht dem Verbrauch eines Atomkraftwerks und übersteigt sogar den gesamten Stromverbrauch von Schleswig-Holstein. Wenn das mal nicht beeindruckend ist!
Die Landesregierung, angeführt von Innenministerin Magdalena Finke (CDU), hat sich klar für das Projekt ausgesprochen. Ein zügiger Genehmigungsprozess ist in Aussicht, denn die Landesplanung kann innerhalb eines Monats entscheiden. Die Investitionssumme für den gesamten Energiepark wird auf bis zu 9 Milliarden Euro geschätzt – das sind höhere Investitionen als bei Northvolt, einem der bekanntesten Projekte in der Branche. Und das Beste daran: Es sind keine Zuschüsse erforderlich! Zwei Unternehmen, eines aus Handewitt-Haurup und das andere aus Berlin, arbeiten an der Realisierung.
Wirtschaftliche Chancen und Herausforderungen
Die Bürgermeisterin von Schuby, Schulze, ist optimistisch: Sie rechnet mit mehreren Millionen Euro Gewerbesteuer pro Jahr, was in der Region natürlich große Bedeutung hat. Zudem könnten im Zuge des Projekts zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Hoffnung besteht, dass sich weitere Betriebe ansiedeln und die lokale Wirtschaft ankurbeln. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird, denn die Gemeinde, der Kreis und die Projektierer warten noch auf das grüne Licht aus Kiel.
Ein weiteres spannendes Element des Projekts ist die geplante Stromversorgung durch regenerative Energie. Der Minister für Energie, Tobias Goldschmidt (Grüne), zeigt sich optimistisch, dass dies machbar ist. Und die Netzbetreiber von Tennet prüfen bereits die Projektwünsche – bis zu 3.000 MW an großen Umspannwerken könnten hier realisiert werden. Eine Erweiterung der Anlage in Schuby ist ebenfalls im Plan, die bis 2029 abgeschlossen sein soll. Die Möglichkeiten scheinen schier grenzenlos, wobei noch ein Nebenaspekt offen bleibt: Wie genau die Abwärme genutzt werden kann, ist noch nicht klar.
Vergleich mit anderen Projekten
Im Vergleich zu anderen Projekten in Deutschland gibt es interessante Entwicklungen. TotalEnergies plant momentan die Rückgabe von Flächen für Windparks, was für einige Diskussionen sorgt. Zudem stockt ein weiteres Projekt in Maintal aufgrund von Anwohnerprotesten. Da wirkt der Energiepark Schuby, der ganz ohne Zuschüsse auskommen möchte, fast wie ein Lichtblick in der aktuellen Landschaft der Energieprojekte.
Es bleibt spannend, wie sich das Projekt entwickeln wird. Die Kombination aus hohen Investitionen, dem Fokus auf regenerative Energie und der Möglichkeit, die lokale Wirtschaft zu stärken, könnte Schuby zu einem Vorreiter in der Energiewende machen. Schauen wir mal, was die kommenden Monate bringen!
