Frauen vor St. Peter-Ording aus der Nordsee gerettet
Am Samstagmittag wurden drei Frauen vor St. Peter-Ording von einer Sandbank gerettet, nachdem sie von der Nordsee umschlossen waren. Bis zum Bauch standen sie im Wasser und konnten sich nicht mehr zurück zum Festland bewegen. Die Rettungskräfte der DLRG und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren schnell vor Ort und setzten einen Rettungshubschrauber ein, um die Frauen aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Glücklicherweise blieben alle unverletzt, wie NDR berichtet.
Die Frauen hatten durch Rufen und Winken auf sich aufmerksam gemacht, und Passanten am Strand alarmierten die Rettungskräfte. Das Ganze spielte sich gegen 13:30 Uhr ab, und die Zeit drängte, denn ein volllaufender Priel hatte den Rückweg abgeschnitten. „Jede Sekunde zählte“, betont Antke Reemts von den Seenotrettern. Um die Frauen zu retten, wurde die Winde des Hubschraubers eingesetzt und sie wurden sicher am Ufer abgesetzt. Auch der Seenotkreuzer „Theodor Storm“ und ein weiteres Rettungsboot waren im Einsatz, was zeigt, wie ernst die Situation war.
Gefahren im Watt
Die Seenotretter warnen eindringlich vor den Gefahren im Watt, insbesondere bei auflaufender Flut. Es ist entscheidend, die Gezeiten zu kennen – Hochwasser und Niedrigwasser sollten unbedingt vor Wattwanderungen geprüft werden. „Nie bei auflaufendem Wasser ins Watt gehen“, lautet die klare Botschaft der DLRG. Auch die DLRG-Sprecherin weist darauf hin, dass viele Wattwanderer oft unvorsichtig sind und nicht die Risiken der tieferliegenden Flächen der Priele beachten. Diese können einen bösen Schock bereiten, wenn man nicht aufpasst.
Für die Sicherheit beim Wattwandern empfehlen die Experten, festes Schuhwerk zu tragen und keine Gummistiefel. Im Sommer sollten Sonnenschutz und Kopfbedeckung nicht fehlen, und bei Gewitter, Seenebel oder Dunkelheit ist es besser, gar nicht erst ins Watt zu gehen. Ortsunkundige sollten sich am besten einem erfahrenen Wattführer anschließen. Denn die Gefahren sind vielfältig – Senken, Prielen, Löcher, Muschelfelder und Schlickfelder können eine Wanderung schnell zum Abenteuer machen, das in einer Katastrophe endet.
Die DLRG St. Peter-Ording wird regelmäßig alarmiert, um Wattwanderer aus gefährlichen Situationen zu retten. In diesem speziellen Einsatz wurden insgesamt 25 Menschen gerettet, darunter auch ein Angler, der ins Meer gestürzt war. Wenn man bedenkt, wie schön die Natur im Wattenmeer ist – es ist ein geschützter Nationalpark in Schleswig-Holstein – ist es umso wichtiger, sich davor zu hüten, in gefährliche Lagen zu geraten.
Die Warnungen der Seenotretter sind nicht zu unterschätzen. Immer ein Handy dabei zu haben, könnte im Notfall der Lebensretter sein. Bei einem Notfall sollte man die Nummern 112 oder 124 124 wählen. Und vielleicht auch einfach mal daran denken: Es ist besser, rechtzeitig umzukehren, als auf das Glück zu hoffen.
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