Heute ist der 12.05.2026, und die Wetterlage im Norden Deutschlands lässt mal wieder zu wünschen übrig. Der Himmel über Schleswig-Holstein zeigt sich unbeständig und nass, und die Aussichten für die kommenden Tage sind alles andere als einladend. Am Dienstag wird es wechselhaft mit vereinzeltem Regen und Temperaturen, die sich zwischen 10 und 14 Grad bewegen. Ein frischer Wind, der vor allem an der Küste für einige Windböen sorgt, wird die ohnehin schon ungemütliche Stimmung noch verstärken.
In der Nacht zum Mittwoch erwartet uns ein weiteres Schauspiel: Schauer und Gewitter, die über Hamburg und Schleswig-Holstein ziehen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es anfangs zwar noch Auflockerungen, doch auch dort ziehen bald Wolken und Regen auf. Die Temperaturen sinken in der Nacht auf minimal 4 bis 8 Grad. An den Küsten ist mit einem starken, böigen Wind zu rechnen, was die Situation nicht gerade besser macht. Am Mittwoch selbst bleibt das Wetter ungemütlich, mit Regen und Gewittern, und die Maximaltemperaturen erreichen lediglich 11 bis 15 Grad. Auch hier sind Windböen an der Küste nicht ausgeschlossen.
Ein Blick auf die Wetterlage
Die Ursachen für dieses unbeständige Wetter sind vielschichtig. Erwärmte Meeresluft polaren Ursprungs strömt nach Deutschland, während gleichzeitig eine Tiefdruckzone über Osteuropa die Wetterlage beeinflusst. Das führt zu einzelnen Gewittern mit Graupel und heftigen Windböen von bis zu 55 km/h über der Mitte und im Osten des Landes. Windböen um 55 km/h sind tagsüber von der Nordsee bis nach Südostbayern zu erwarten. In den Kammlagen der Mittelgebirge kann es sogar stürmische Böen von bis zu 70 km/h geben. Wer dann noch auf den Brocken unterwegs ist, muss sich auf Sturmböen um die 80 km/h gefasst machen.
Wer glaubt, dass der Winter endlich vorbei ist, könnte sich täuschen. In den westlichen Mittelgebirgen könnte es heute früh Glätte durch Schnee geben, und auch die Schneefallgrenze am Alpenrand sinkt auf etwa 800 Meter. Dort sind bis zu 15 cm Neuschnee in den hohen Staulagen des Oberallgäus möglich. Frost ist ebenfalls ein Thema, besonders in geschützten höheren Lagen. Es könnte leicht frostig bis -2 Grad werden, was so manch einem einen Schauer über den Rücken jagt.
Klimawandel und Extremwetter
Die Wetterkapriolen, die wir erleben, sind nicht isoliert. Ein Blick auf die langfristigen Entwicklungen zeigt, dass Deutschland sich seit 1881 um 2,5 °C erwärmt hat – das ist doppelt so viel wie der globale Durchschnitt. Die letzten Jahrzehnte waren immer wärmer als die vorherigen, und die letzten Jahre gehören zu den wärmsten, die wir je hatten. Hitzewellen nehmen zu, während strenge Fröste eher die Ausnahme darstellen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind unübersehbar: Sommertage über 25 °C haben sich seit den 1950er Jahren verdoppelt, und heiße Tage über 30 °C sogar vervierfacht.
In diesem Kontext findet bald der Extremwetterkongress in Hamburg statt, der dieses Jahr bereits zum 15. Mal in Folge abgehalten wird. Dort soll über die Folgen des Klimawandels diskutiert werden, und ein neues Faktenpapier über Extremwettereignisse in Deutschland wird vorgestellt. Es ist klar, dass wir uns anpassen müssen, denn die Wetterbedingungen werden sich weiter verändern. Die Zunahme von Starkregen, besonders im Süden, und die damit verbundenen Herausforderungen für Landwirtschaft und Wasserversorgung sind nur einige der Themen, die dabei auf den Tisch kommen werden.
Und während wir hier in Schleswig-Holstein die nächsten Tage mit Regen und Gewittern rechnen müssen, ist es vielleicht an der Zeit, sich Gedanken über die eigene Umgebung zu machen. Denn das Wetter beeinflusst nicht nur unser tägliches Leben, sondern auch die Zukunft unseres Planeten. Bleiben wir also gespannt, was die kommenden Tage bringen – und hoffen wir auf ein wenig Licht zwischen den Wolken.
