Wünsche nach früherer Rente: DAK-Studie zeigt Sehnsucht bei Beschäftigten ab 50 Jahren
Heute ist der 17.07.2026 und ich möchte Ihnen von einer überraschenden Untersuchung berichten, die aus Schleswig-Holstein kommt. Laut einer aktuellen Studie der DAK-Gesundheit wünschen sich 42 Prozent der Beschäftigten ab 50 Jahren, früher in Rente zu gehen. Diese interessante Zahl stammt aus dem DAK-Gesundheitsreport mit dem Titel «Arbeiten ab 50», der auf umfassenden Analysen des IGES Instituts und einer repräsentativen Umfrage von Forsa basiert. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass 35 Prozent der Befragten aus allen Altersgruppen planen, bis zur gesetzlichen Rente zu arbeiten, während 12 Prozent sogar eine längere Erwerbstätigkeit in Erwägung ziehen.
Doch die Sehnsucht nach einem früheren Ausstieg aus dem Erwerbsleben ist stark. 40 Prozent der Befragten denken über diese Möglichkeit nach. Besonders auffällig ist, dass 37 Prozent der Beschäftigten mit guter oder sehr guter Gesundheit ebenfalls einen vorzeitigen Renteneintritt in Betracht ziehen. Dies steht im Kontrast zu den 59 Prozent derjenigen, die in einem schlechteren Gesundheitszustand sind. Hier wird klar, wie stark Gesundheit und Arbeitszufriedenheit miteinander verknüpft sind. Übrigens sind ältere Beschäftigte seltener krankgeschrieben, wenn sie es jedoch sind, dann meist für längere Zeit. So haben 66-Jährige in Schleswig-Holstein einen Krankenstand von 11 Prozent, während 50-Jährige bei 7,2 Prozent liegen. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Zahlen zusammensetzen – Beschäftigte ab 50 Jahren hatten 2025 im Durchschnitt 169 Krankschreibungen je 100 Versicherte, während unter 50-Jährige bei 235 lagen.
Wünsche und Vorstellungen der älteren Generation
DAK-Landeschef Cord-Eric Lubinski hebt die Notwendigkeit hervor, gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen zu schaffen, um längere Lebensarbeitszeiten zu ermöglichen. Interessant ist auch, dass 75 Prozent der Beschäftigten ab 50 Jahren offen gegenüber der neuen Aktivrente sind. 31 Prozent können sich die Nutzung gut vorstellen, während 44 Prozent dies nicht ausschließen. Allerdings lehnen 25 Prozent diese Möglichkeit ab. Rentner dürfen nach der neuen Regelung in einem begrenzten Umfang steuerfrei hinzuverdienen. Dies könnte für viele eine attraktive Option sein, um den Übergang in den Ruhestand zu gestalten.
Die Forsa-Befragung, die im November 2025 durchgeführt wurde, umfasste insgesamt 7.086 Beschäftigte bundesweit, davon waren 3.548 ab 50 Jahren. Besonders in Schleswig-Holstein wurden 202 Befragte interviewt, darunter 100 ältere Beschäftigte. Diese umfassende Datenerhebung zeigt, wie ernst die DAK-Gesundheit die Situation der älteren Arbeitnehmenden nimmt. Es ist eine spannende Herausforderung, die sich hier den Unternehmen stellt.
Gesundheit und Arbeitsbedingungen
Eine weitere Untersuchung, die im DAK-Gesundheitsreport 2026 veröffentlicht wurde, zeigt, dass mehr als 50 Prozent der Beschäftigten ab 50 Jahren einen vorzeitigen Ruhestand planen. Bei den Beschäftigten mit schlechter Gesundheit liegt dieser Wert sogar bei 60 Prozent. Es wird deutlich, dass der Krankenstand älterer Beschäftigter oft seltener, aber dafür länger ist. Ab Mitte 50 steigen die Fehlzeiten signifikant an. So liegt der Krankenstand bei 66-Jährigen durchschnittlich bei 11 Prozent und der bei 60-Jährigen bei 7,7 Prozent. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, ältere Beschäftigte besser zu unterstützen.
DAK-Chef Andreas Storm betont den Handlungsbedarf für Unternehmen. 44 Prozent aller Altersgruppen denken über einen vorzeitigen Renteneintritt nach. 35 Prozent möchten bis zum Rentenalter arbeiten, während 9 Prozent darüber hinaus planen. Frauen äußern oft Bedenken bezüglich gesundheitlicher Einschränkungen und der Arbeitsangebote für die Aktivrente, was ein weiteres Thema für die Unternehmen darstellt. Die DAK-Gesundheit hat Krankschreibungen von 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten analysiert und bietet Unternehmen Beratung zur Förderung der Gesundheit ihrer Beschäftigten an.
Für weitere Informationen und detaillierte Analysen können Sie den vollständigen Gesundheitsreport auf der Website der DAK-Gesundheit einsehen: Gesundheitsreport 2026. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Arbeitswelt für ältere Beschäftigte entwickeln wird und welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen, um den Bedürfnissen dieser Generation gerecht zu werden.
Die Quelle für die ersten Informationen finden Sie hier: Welt.de.
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