Heute ist der 18.04.2026 und die Zeckensaison hat begonnen. In Deutschland, insbesondere in Schleswig-Holstein, wird zunehmend auf die Gefahren der Zecken aufmerksam gemacht, die Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen können. Während FSME bisher hauptsächlich in Süddeutschland verbreitet war, zeigen sich nun auch erste Einzelfälle in Schleswig-Holstein. Die Holzbock-Zecke, die in dieser Region weit verbreitet ist, könnte in den kommenden Jahren noch mehr Menschen gefährden.

Die gesundheitlichen Folgen einer FSME-Infektion können gravierend sein. Sie reichen von hohem Fieber über neurologische Ausfälle bis hin zu starken Kopfschmerzen. In schweren Verläufen sind sogar dauerhafte Lähmungen oder lebensbedrohliche Zustände möglich. Interessanterweise sind die Risikogebiete für FSME nicht mehr nur auf Bayern und Baden-Württemberg beschränkt, sondern erstrecken sich mittlerweile auch auf Niedersachsen. Schleswig-Holstein hat zwar noch kein offiziell ausgewiesenes Risikogebiet, jedoch gibt es bereits Einzelfälle im Süden des Bundeslandes. Experten vermuten, dass der Klimawandel zur Ausbreitung dieser Risikogebiete nach Norden beiträgt.

Die Rolle des Klimawandels

Besonders die ausgedehnten Waldgebiete in Schleswig-Holstein bieten einen idealen Lebensraum für Zecken. Im Winter 2026 wurden außerdem ungewöhnlich viele Zecken auf Tieren entdeckt, was auf eine mögliche Veränderung ihres Lebenszyklus hinweist. Zudem gibt es die Wiesenzecke, eine neue, gefährliche Art, die vor allem Hunde gefährdet, da sie Babesien übertragen kann, welche Hundemalaria auslösen. Bisher sind in Schleswig-Holstein nur wenige Einzelfälle von Wiesenzeckenbefall, beispielsweise im Kreis Plön, dokumentiert worden. Dennoch empfiehlt die Tierärztekammer einen ganzjährigen Schutz für Hunde durch Tropfen, Tabletten oder Halsbänder.

Für Menschen ist das Risiko, von Wiesenzecken betroffen zu sein, geringer, jedoch bleibt es wichtig, sich vor Zeckenbissen zu schützen. Experten raten dazu, Zecken möglichst schnell zu entfernen und bei Naturausflügen lange Kleidung zu tragen. Helle Kleidung kann zudem helfen, die kleinen Plagegeister leichter zu erkennen.

Impfempfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen

Die ständige Impfkommission empfiehlt eine Schutzimpfung für Menschen, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten. In Mecklenburg-Vorpommern haben sich bereits knapp 400 Menschen mit Borreliose infiziert, einer weiteren Krankheit, die von Zecken übertragen werden kann. Daher ist es ratsam, sich regelmäßig über die aktuelle Situation zu informieren und gegebenenfalls präventive Maßnahmen zu ergreifen.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zeckensaison in Schleswig-Holstein ernst genommen werden sollte. Mit den steigenden Temperaturen und den damit verbundenen Veränderungen im Umwelt- und Tierverhalten könnte die Gefahr eines Zeckenbisses und der Übertragung von Krankheiten wie FSME und Borreliose zunehmen. Weitere Informationen zu FSME und ihren Risikogebieten finden Sie auf der Webseite des Robert Koch-Instituts unter diesem Link.