Heute, am 1. Mai 2026, ist es soweit: In Itzehoe, einer Stadt im Kreis Steinburg, fällt der Startschuss für das bundesweite Stadtradeln. Diese Aktion, die vom Klimabündnis ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, nachhaltige Effekte zu erzielen und die Radinfrastruktur zu verbessern. Die Teilnehmerzahl in Schleswig-Holstein hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Im Jahr 2025 waren 44.000 Schleswig-Holsteiner mit ihren Fahrrädern unterwegs und legten dabei stolze 7,5 Millionen Kilometer zurück. Das Ergebnis? 1.200 Tonnen CO2 eingespart – das ist doch mal eine Ansage!
Thomas Möller, Radkoordinator des Kreises Steinburg, hebt die Wichtigkeit der während des Stadtradelns gesammelten Daten hervor. Diese Informationen sind Gold wert, wenn es darum geht, Radwege besser zu planen und die Nutzung von Fahrrädern als umweltfreundliches Verkehrsmittel zu fördern. Besonders in ländlichen Gebieten, wo der Busverkehr oft nicht ausreicht, ist das Rad eine hervorragende Alternative. In Krummendiek, einer Gemeinde im Kreis Steinburg, fahren sogar 80% der Einwohner regelmäßig Fahrrad und haben 2025 die meisten Kilometer pro Kopf geradelt. Ein echter Vorreiter!
Förderung und Mitmachmöglichkeiten
Um die Teilnahme an der Kampagne zu unterstützen, gewährt RAD.SH Zuwendungen zur Übernahme der Teilnehmergebühren. Förderberechtigt sind nicht nur kreisfreie Städte, sondern auch Landkreise und bis zu 20 kreisangehörige Städte und Gemeinden pro Kreis in Schleswig-Holstein. Voraussetzung ist allerdings, dass die kreisangehörigen Gemeinden gleichzeitig mit ihrem Landkreis am Stadtradeln teilnehmen. Das klingt komplizierter als es ist – doch ohne die Anmeldung des Landkreises gibt es keine Förderung für die Städte. Ein bisschen wie im Schulsport: Alle müssen mitmachen, sonst gibt’s keine Medaille!
Die Anmeldungsfrist für Kreise und kreisfreie Städte läuft vom 1. April bis zum 31. Juli. Nach der Aktion müssen die teilnehmenden Gemeinden dann die Teilnahmegebühr als Verwendungsnachweis einreichen. So wird sichergestellt, dass auch wirklich jeder Cent sinnvoll eingesetzt wird. Es ist spannend zu sehen, wie das Engagement für den Radverkehr wächst und wie viele Menschen sich aktiv daran beteiligen.
Klimaschutz und Radverkehr
Radfahren hat nicht nur gesundheitliche Vorteile, sondern auch immense positive Auswirkungen auf unsere Umwelt. Schließlich verursacht Radfahren keine schädlichen Klimagase, spart Platz und ist obendrein geräuscharm. Laut dem Klimaschutzgesetz hat sich Deutschland verpflichtet, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 65 % im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Der Verkehrssektor war 2023 für über 22 % der bundesweiten Emissionen verantwortlich. Hier kann der Umstieg auf das Rad einen echten Unterschied machen!
Wusstest du, dass eine Person, die täglich nur 5 km mit dem Rad zur Arbeit fährt, jährlich etwa 365 kg CO2-Emissionen einsparen kann? Das klingt ganz machbar, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, dass über 40 % der Autofahrten kürzer als 5 km sind. Ein Umstieg auf das Rad ist also nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch praktisch. Die Verlagerung vom motorisierten Verkehr hin zu mehr Rad- und Fußverkehr könnte auch die Luftqualität verbessern und den Straßenverkehr entlasten.
Die Stadt und die umliegenden Gemeinden in Steinburg setzen mit dem Stadtradeln ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Mobilität und zeigen, wie man im Alltag etwas für den Klimaschutz tun kann. Vielleicht ist das der Anfang einer neuen Radfahrkultur in der Region – und vielleicht sehen wir ja bald noch mehr Menschen, die mit einem Lächeln auf dem Rad unterwegs sind.