Heute, am 17. Mai 2026, blicken wir auf ein aufregendes Derby in Thüringen zurück, das für den FC Carl Zeiss Jena und den FC Rot-Weiß Erfurt stattfand. Der FCC konnte das Spiel mit 2:0 für sich entscheiden, was die Fans jubeln ließ – doch die Freude sollte nicht lange währen. Trotz des Sieges blieb Jena auf dem zweiten Platz in der Regionalliga Nordost, während die Lokomotive aus Leipzig weiterhin die Tabelle anführt. Ein echter Herzschlagmoment für die Jenaer, die zur Halbzeit noch auf Meisterschaftskurs waren. Doch die Konkurrenz schläft nicht.
Im Abbe-Sportfeld verfolgten 13.123 Zuschauer das Geschehen. Die ersten 45 Minuten waren geprägt von einem klaren Übergewicht für die Gastgeber. Jena ging früh durch Timon Burmeister in der 10. Minute in Führung, gefolgt von Moritz Fritz, der in der 29. Minute das zweite Tor erzielte. Im Gegensatz dazu waren die Offensiveaktionen der Erfurter in der ersten Halbzeit kaum der Rede wert – Trainer Fabian Gerber und Kapitän Til Linus Schwarz waren unzufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft.
Ein Spiel voller Wendungen
Nach der Halbzeit schien es, als könnte Lok Leipzig das Ruder herumreißen, nachdem sie zunächst mit 1:0 gegen den 1. FC Magdeburg hinten lagen, dann aber doch mit 5:2 gewannen. Jena bekam das mit und musste feststellen, dass ihre Hoffnungen auf den Titel schwand. Obed Ugondu, der Torjäger der Erfurter und aktuell Zweiter in der Torjägerliste, hatte in der 53. Minute eine große Chance, doch der Ball ging knapp rechts vorbei. Auch Alexander Prokopenko von Jena scheiterte in der 66. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel an Erfurts Torwart Otto.
Die Ernüchterung bei den Jenaern war deutlich spürbar, als sie trotz des neunten Sieges aus den letzten zehn Pflichtspielen die Meisterschaft nicht für sich entscheiden konnten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Lok Leipzig sich ab dem 11. Spieltag auf Platz 1 festsetzte und am Ende der Saison die Meisterschaft und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen sicherte. Es bleibt zu erwähnen, dass Jena an diesem entscheidenden Punkt in der Saison inkonstant auftrat, obwohl sie der letzte ernsthafte Konkurrent um die Meisterschaft und den Aufstiegsrelegationsrang waren.
Ein neuer Weg für Jena
Trainer Volkan Uluc wird den FC Carl Zeiss Jena nach Saisonende verlassen. Ein Abschied, der nicht nur die Spieler, sondern auch die Fans bewegt. Am kommenden Wochenende wird er im Pokalfinale gegen ZFC Meuselwitz antreten, womit sich die Möglichkeit eröffnet, die Saison mit einem Titel zu krönen, auch wenn die Meisterschaft an Lok Leipzig ging. Das Team aus Leipzig hatte in der Rückrunde einige wichtige Punkte verloren, konnte aber dennoch den Abstand zu Jena halten, der vor allem durch das bessere Torverhältnis gesichert wurde.
Insgesamt bleibt es spannend in der Regionalliga Nordost. Während Lok Leipzig als amtierender Meister in die nächste Saison startet, müssen die Jenaer und Erfurter ihre Strategien überdenken. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die nächsten Spiele entscheidend sein werden.