In der charmanten Stadt Eisenach tut sich was! Am 8. Mai wird hier ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen: der erste „Fairteiler“. Hubertus Schmelzer, der regionale Botschafter der Initiative Foodsharing, ist ganz aufgeregt. Was genau ist ein Fairteiler? Nun, das ist ein Ort, an dem jeder – wirklich jeder! – Lebensmittel mitnehmen kann. Und das Beste? Er ist teilweise rund um die Uhr geöffnet! Hier werden Lebensmittel angeboten, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder bald abläuft. Auch frische Backwaren vom Bäcker finden ihren Platz. Es ist ein großartiger Schritt, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und Bedürftigen zu helfen.
Die Initiative Foodsharing Eisenach-Herleshausen hat sich mit 22 Partnerbetrieben zusammengeschlossen. 53 Ehrenamtliche sind aktiv und sammeln Lebensmittel. Sie organisieren die Abholung über eine App, und das in ihrer Freizeit. Ronny Frey und Karina Giehl sind zwei von ihnen. Sie kümmern sich um die Verteilung und versorgen rund 30 Menschen, darunter auch Rentner, mit frischen Lebensmitteln. Um die Kühlprodukte sicher zu transportieren, nutzen die engagierten Helfer Kühltaschen oder -boxen. Die jährlichen Hygieneschulungen sind für die Helfer Pflicht – schließlich geht’s um die Gesundheit der Menschen!
Ein sozialer Ort für alle
Der Fairteiler wird im Sozialkaufhaus der Sozialen Dienstleistungsgesellschaft Wartburgkreis (SDW) eingerichtet. Geschäftsführerin Stefanie Riede unterstützt dieses ehrenamtliche Engagement und sieht es als eine perfekte Ergänzung für das Sozialkaufhaus. Ein Regal und ein Kühlschrank wurden schon für den Fairteiler gebaut. Die regulären Öffnungszeiten sind von 8 bis 14 Uhr, danach werden haltbare Waren in einen großen Metallschrank umgepackt, der rund um die Uhr zugänglich ist. Die Inhalte werden über einen WhatsApp-Kanal geteilt – eine innovative Lösung, um alle auf dem Laufenden zu halten.
Das Motto von Foodsharing, „verwenden statt verschwenden“, bringt die Philosophie der Initiative auf den Punkt. Es ist wichtig zu betonen, dass der Fairteiler keine Konkurrenz zur Eisenacher Tafel darstellt. Es gibt sogar Abstimmungen über die Abholzeiten. Während Foodsharing von donnerstags bis samstags aktiv ist, hat die Tafel ihre Öffnungszeiten von montags bis mittwochs. Seit ihrer Gründung im Jahr 2023 hat die Initiative bereits über 126 Tonnen Lebensmittel gerettet – das ist echt beeindruckend!
Ein Teil von etwas Größerem
Die Initiative Foodsharing ist nicht nur ein lokales Projekt, sondern Teil einer bundesweiten Bewegung gegen Lebensmittelverschwendung. Es werden Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammengebracht, um praktische Lösungen für nachhaltige Ernährung zu finden. Workshops und lokale Partnerschaften stehen dabei im Fokus. So werden zum Beispiel von Juli 2025 bis September 2026 zahlreiche Veranstaltungen zu Themen wie nachhaltige und gesunde Ernährung angeboten. Die Zielgruppe umfasst diverse Menschen aller Altersgruppen und Kulturen. Ein „Train-the-Trainer“-Ansatz fördert praxisorientiertes Lernen und Kreativität.
Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Fernsehlotterie und das Deutsche Hilfswerk und zeigt, wie Bildung und Gemeinschaft Hand in Hand gehen können. Die Möglichkeit, etwas zu verändern – sei es durch Spenden an den foodsharing e.V. oder durch die Teilnahme an Workshops – ist für viele Menschen eine spannende Perspektive. Es ist einfach großartig zu sehen, wie in Eisenach und darüber hinaus ein Netz aus Unterstützung und Engagement entsteht. Es bleibt spannend, was die Zukunft für die Foodsharing-Initiative bereithält und wie sie weiterhin zur Stärkung lokaler Gemeinschaften beiträgt. Mehr Informationen dazu gibt es auf MDR und in den geplanten Workshops, die schon bald viele Menschen erreichen werden.