Vielfalt tut gut: Netzwerk für Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe in Eisenach gegründet
In Eisenach wurde am 17. Juli 2026 ein bedeutender Schritt in Richtung einer demokratischeren und vielfältigeren Gesellschaft unternommen. In der Bildungsakademie des DBI Johannes Falk am Karlsplatz fand die Auftaktveranstaltung zur Gründung des Netzwerks „Vielfalt tut gut“ statt. Rund 30 engagierte Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen – darunter Vereine, Jugendinitiativen, Verwaltung und Wirtschaft – waren anwesend und zeigten großes Interesse an der Initiative. Die Stimmung war geprägt von Optimismus und dem festen Willen, etwas zu bewegen.
Dieses Netzwerk ist das zentrale Gremium der Partnerschaft für Demokratie Eisenach und Wutha Farnroda. Es zielt darauf ab, die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure zu stärken und ein Jugendforum sowie ein Ämternetzwerk zu etablieren. All das soll dazu beitragen, Strategien für eine demokratische, vielfältige und solidarische Gesellschaft zu entwickeln. Die Koordinatorinnen Ann-Kristin Stegmann und Gertrud-Luise Lakemann stellten aktuelle Projekte vor, und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, den Entwurf des Leitbildes zu bearbeiten oder zu kommentieren. Ein spannender Impuls kam auch von Dr. Christoph Golbeck, der die Rolle von kleinen und mittleren Unternehmen für Integration, Inklusion und Demokratie hervorhob.
Die Arbeitsgruppen des Netzwerks
Im Rahmen des Netzwerks werden zwei Arbeitsgruppen gebildet: der Projektbeirat und die Koordinierungsgruppe „Zivilgesellschaft schützen und stärken“. Der Projektbeirat hat die Aufgabe, Anträge gemeinnütziger Vereine zu bewerten, Förderempfehlungen auszusprechen und diese zu begleiten. Die Koordinierungsgruppe hingegen wird sich mit dem Entwickeln von Schutzkonzepten und präventiven Handlungsoptionen gegen Einschüchterungen und Bedrohungen befassen. Das klingt nach einem soliden Plan, um die zivilgesellschaftlichen Strukturen vor Ort zu stärken!
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Berufung von 25 Mitgliedern zivilgesellschaftlicher Organisationen und der Verwaltung in das Netzwerk, die feierlich mit Urkunden ausgezeichnet wurden. Wer nicht anwesend war, kann sich auf das nächste Treffen freuen, wo weitere Berufungsurkunden verteilt werden. Das Netzwerk wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und das Thüringer Landesprogramm „Denk bunt“ gefördert – eine Unterstützung, die zeigt, wie ernst es den Beteiligten mit ihren Zielen ist.
Das Programm „Demokratie leben!“
Der Hintergrund dieser Initiative ist spannend: In Deutschland werden Städte, Gemeinden und Landkreise darin unterstützt, Handlungskonzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt zu entwickeln. Das Programm „Demokratie leben!“ hat klare Ziele, unter anderem die Stärkung der demokratischen Selbstwirksamkeit durch teilhabeorientierte Maßnahmen und die Erarbeitung von Schutzkonzepten. Es geht darum, die Zusammenarbeit aller relevanten Akteure vor Ort zu fördern und eine Kultur des respektvollen Miteinanders zu etablieren. Das klingt nach einer wichtigen Grundlage, um den Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen.
Besonders interessant ist die Bildung eines deutschlandweiten Gesamtnetzwerks, das den Austausch und die Vernetzung zwischen den kommunalen Angeboten des Bundesprogramms ermöglicht. Dieses Netzwerk ist nicht nur auf die eigene Stadt beschränkt, sondern schafft eine Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit – und das ist in Zeiten von zunehmendem Extremismus und sozialer Spaltung wichtiger denn je.
Die Auftaktveranstaltung hat gezeigt, dass in Eisenach ein starkes Engagement für Demokratie und Vielfalt vorhanden ist. Die nächsten Schritte sind bereits in Planung, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Netzwerk „Vielfalt tut gut“ entwickeln wird. Wer Interesse hat, kann sich gerne an die Koordinierungs- und Fachstelle wenden, um Teil dieser wertvollen Initiative zu werden. Denn letztlich ist es die Verantwortung von uns allen, für eine bessere, gerechtere Zukunft zu kämpfen.
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