Heute ist der 25.05.2026 und wir schauen mal rüber ins schöne Thüringen, wo die Gästeführer mit Leidenschaft die Geschichten ihrer Heimat erzählen. In dieser Region, die reich an Geschichte und Kultur ist, werden jede Menge Führungen angeboten, die einen tiefen Einblick in das vielfältige Erbe geben. Christoph Gösel, Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH, hat es treffend auf den Punkt gebracht: Die Menschen suchen nach authentischen Erlebnissen und persönlichen Gesprächen – ein Trend, der nicht nur in Erfurt und Weimar, sondern auch in Gotha und Bad Langensalza zu spüren ist.
Im Jahr 2022 wurden in Erfurt von 85 Guides rund 9.300 Führungen durchgeführt. Das ist eine beachtliche Zahl! In Weimar, einer Stadt, die in der Hauptsaison zwischen 90 und 100 Führungen pro Woche anbietet, sind etwa 70 Guides aktiv. Gotha hingegen hat es etwas schwerer. Dort gibt es im Schnitt 40 Führungen pro Woche, was vielleicht an der Lage zwischen der Wartburg und Erfurt liegt – eine Herausforderung, die die Stadt zu meistern versucht.
Vielfalt der Angebote und Herausforderungen
Bad Langensalza hat sich mit seinen etwa 40 verschiedenen Themenführungen in historischen Kostümen einen besonderen Platz erobert. In Städten wie Eisenach, Gera, Suhl, Arnstadt und Schmalkalden sind Gästeführungen ebenfalls gefragt. Während in Erfurt und Weimar kaum Nachwuchsprobleme bestehen, ist die Suche nach geeigneten Kandidaten in Suhl, Eisenach und anderen Orten deutlich schwieriger. Ein Lichtblick ist Bad Langensalza, das durch die Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Traditionen Erfolge bei der Nachwuchsgewinnung verzeichnet.
Doch die Branche hat mit den Nachwirkungen der Corona-Lockdowns zu kämpfen, insbesondere bei Busreisen. Das schlägt sich auch in den Übernachtungszahlen nieder. Im Januar 2026 wurden in Thüringen 536.928 Übernachtungen gezählt. Zum Vergleich: Im Februar waren es 562.908. Die Ankünfte lagen bei 194.817 im Januar und stiegen im Februar auf 199.821. Diese Zahlen könnten sich im Laufe des Jahres ändern, da die statistischen Behörden regelmäßig aktualisierte Informationen veröffentlichen.
Einzigartige Führungen und Naturerlebnisse
Klassische Stadtführungen sind nach wie vor die beliebtesten, doch wer etwas Außergewöhnliches sucht, findet auch ungewöhnliche Angebote. In Gotha können beispielsweise der alte Fischkeller oder in Eisenach die Begräbnisrituale erkundet werden. Für die Abenteuerlustigen gibt es im Naturpark Thüringer Schiefergebirge sogar eine „Wanderung für werdende Witwen“, bei der giftige Pflanzen vorgestellt werden – das klingt ja fast nach einem Abenteuerroman!
In Erfurt können Gäste mit einer 360-Grad-Brille auf der Zitadelle „geführt“ werden – eine interessante Kombination aus Tradition und moderner Technik. Solche Angebote zeigen, wie kreativ die Region mit den Herausforderungen umgeht und versuchen, die Gäste zu begeistern.
Statistische Einordnungen
Die Thüringer Reisegebiete wurden zum 01.01.2023 angepasst, was die statistische Erhebung betrifft. Dadurch wird ein Vergleich mit den Zahlen von 2019 nicht mehr möglich sein. Das Thüringer Landesamt für Statistik veröffentlicht monatlich Statistiken zu Ankünften, Übernachtungen und Aufenthaltsdauer in Thüringen. Diese Statistiken sind nach Betriebsart und Reisegebieten gegliedert und bieten einen umfassenden Überblick über die touristische Situation in der Region. Doch Achtung: Die Zahlen werden zunächst als vorläufig veröffentlicht, da nicht alle Daten rechtzeitig vorliegen. Änderungen sind die Regel, nicht die Ausnahme.
Die Statistiken stellen nur einen Teil der touristischen Gesamtwertschöpfung dar. Dennoch sind sie wichtig, um ein Gefühl für die Entwicklung des Tourismus in Thüringen zu bekommen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Branche in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln wird. Mehr Informationen gibt es auf den Webseiten der statistischen Behörden, wo man sich über die neusten Trends und Entwicklungen informieren kann.
