Heute ist der 9.07.2026, und in Greiz gibt es einen Grund zur Freude: Der Film „Etwas ganz Besonderes“ von Regisseurin Eva Trobisch feiert nach seiner Premiere im Wettbewerb der Berlinale seinen offiziellen Kinostart. Es handelt sich um ein Familiendrama, das die Geschichte von Lea erzählt, einer 16-jährigen Jugendlichen, die, ganz unerwartet, von einem Kamera-Team überrascht wird. Sie hat es tatsächlich in die Auswahl einer Castingshow geschafft! Wow, was für ein Erlebnis, das nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Familie auf den Kopf stellt.

Die Handlung ist nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von Ereignissen – sie wirbelt tief in die Dynamik zwischen den Familienmitgliedern und deren persönlichen Krisen hinein. Leas Mutter, Rieke, ist hochschwanger von einem anderen Mann, was die Beziehung zu Lea ziemlich belastet. Gleichzeitig ist Leas Vater Matze lange abwesend gewesen. Und dann gibt es da noch die Tante Kati, die nach Greiz zurückgekehrt ist und im Heimatmuseum arbeitet. Diese Konstellation bringt so viele Spannungen mit sich – da bleibt kein Stein auf dem anderen. Der Film behandelt dabei auch die Unterschiede in der Wahrnehmung des Systemwechsels in Ostdeutschland durch verschiedene Generationen und greift dabei Themen wie Identität, Kollektivismus versus Individualismus und familiäre Brüche auf.

Einblicke in die Handlung

Leas Teilnahme an der Castingshow wird zu einem Katalysator für alte Konflikte, die wieder aufbrechen, während die Eltern sich durch die Show wieder näherkommen. Wie spannend! Die Regisseurin Eva Trobisch, die 1983 in Ostberlin geboren wurde, versteht es, ostdeutsche Identität und die Herausforderungen der Selbstfindung einer jungen Frau miteinander zu verknüpfen. Greiz wird dabei nicht nur als Kulisse, sondern als Region mit Geschichte und Charme lebendig. Es ist interessant zu sehen, wie der Film auch lokale Entwicklungen aufgreift, wie etwa die Sanierung des Museums in Leas Heimatort mit EU-Mitteln, während die Familienpension, in der sie wohnen, wirtschaftliche Probleme hat.

Die Struktur des Films kombiniert kürzere und längere Momentaufnahmen des Alltags von drei Generationen. Dies gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Vergangenheit der Charaktere nachzuvollziehen. Die Themen sind dabei vielfältig – von politischen Haltungen über die Spannungen zwischen Jung und Alt bis hin zu den Mechanismen von Castingshows. Trobisch gelingt es, das Lebensgefühl der ostdeutschen Gegenwart einzufangen und aktuelle Themen wie Rechtspopulismus und die Nachwirkungen der Wiedervereinigung einzubeziehen.

Besetzung und Rezeption

Das Ensemble um Frida Hornemann, die Lea spielt, wird gelobt für die eindrucksvolle Darstellung familiärer Verletzungen und Verwerfungen. Auch Schauspieler wie Max Riemelt, Eva Löbau, Rahel Ohm und Gina Henkel tragen zur Stärke des Films bei. Mit einer Laufzeit von 116 Minuten bietet der Film genügend Zeit, um in die komplexe Charakterwelt einzutauchen und die emotionalen Achterbahnfahrten der Protagonisten miterleben zu können.

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Insgesamt ist „Etwas ganz Besonderes“ mehr als nur ein Film über eine Castingshow. Er ist ein Spiegelbild der ostdeutschen Identität und der Herausforderungen, die mit ihr einhergehen. Mit all seinen Facetten lädt der Film dazu ein, über die eigenen Wurzeln und die damit verbundenen Fragen nachzudenken – und das ist doch einfach nur genial!

Für alle, die sich für die Themen Identität und familiäre Beziehungen interessieren oder einfach nur einen guten Film sehen wollen, ist „Etwas ganz Besonderes“ definitiv einen Besuch im Kino wert. Die Geschichte von Lea und ihrer Familie wird sicherlich noch lange nach dem Abspann im Kopf bleiben.

Weitere Informationen finden Sie in der MDR-Berichterstattung und bei Die Thüringer.

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