Engagement und Verantwortung am Otto-Schott-Gymnasium in Jena
Die Atmosphäre war feierlich und voller Aufregung, als Johanna Wartenberg am Otto-Schott-Gymnasium in Jena mit dem Otto-Schott-Ehrenpreis ausgezeichnet wurde. Diese Ehrung, die in diesem Jahr zum 20. Mal vergeben wird, würdigt nicht nur hervorragende schulische Leistungen, sondern auch das Engagement in der Schulgemeinschaft. Johanna hat sich als Kurssprecherin und Mitinitiatorin der „Vertrauensschüler“ hervorgetan, was ihre Verantwortung und ihren Sinn für Gemeinschaft unterstreicht. Der Preis, der von SCHOTT gestiftet wird, ist mit 500 Euro dotiert und ehrt Abiturienten, die sich über den Unterricht hinaus für gesellschaftliche Belange einsetzen. Ihre beeindruckenden Leistungen im Abitur und ihr vielfältiges Engagement haben die Jury überzeugt und sie zur Preisträgerin gemacht. Mehr zu dieser Auszeichnung gibt es in einem Artikel auf Jenatv.
Doch nicht nur in den oberen Klassen wird Engagement großgeschrieben. Auch die Fünftklässler des Otto-Schott-Gymnasiums zeigen, dass sie sich für wichtige Themen interessieren. In einem spannenden Projekt haben sie sich mit dem Schutz von Gewässern beschäftigt. Chris Weigand, ein Mitglied des Vereins Blue Awareness, hielt einen Vortrag über die Bedeutung des Meeresschutzes. Seine Worte waren eindringlich und begeisterten die Schüler. Die Workshops, die die Schüler zur Vertiefung des Themas durchführen konnten, erforderten fleißiges Experimentieren und Forschen. Sie lernten, wie wichtig Wasserpflanzen für das ökologische Gleichgewicht sind und führten sogar Untersuchungen an Wasserproben aus der Saale und dem Trinkwassersystem durch.
Engagement für die Umwelt
Eine lebendige Diskussion entfacht sich, wenn die Schüler über ihre Erkenntnisse sprechen. Die Analyse von Satellitendaten zur Beobachtung der Gewässerentwicklung weltweit war für viele von ihnen ein echtes Aha-Erlebnis. Ein Besuch im Stadtmuseum Jena rundete das Projekt ab, wo sie die historische Entwicklung der Trinkwasserversorgung in Jena erforschten. Die Zusammenarbeit mit Partnern wie Dr. Philipp Vormeier vom Umweltbundesamt und PD. Dr. Alexandra Furch vom Matthias-Schleiden-Institut FSU Jena hat das Projekt zusätzlich bereichert. Ein großes Dankeschön geht auch an Carolin Weber vom Thüringer Wasserinnovationscluster und Ulrike Ellguth-Malakhov vom Stadtmuseum Jena, die maßgeblich zur Durchführung des Projekts beigetragen haben.
Bildung und Verantwortung
Diese Initiativen sind Teil eines größeren Trends hin zu mehr Verantwortung und Engagement in der Bildung. Ein Beispiel dafür ist die gemeinnützige Stiftung Ravensburger Verlag, die 2000 gegründet wurde, um Bildung und Erziehung zu fördern. Sie unterstützt Projekte, die Eltern und Pädagogen helfen, und regt Diskussionen über gesellschaftlich wichtige Themen an. Die Stiftung hat sich unter anderem der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, der Förderung künstlerischer Talente und der interkulturellen Sensibilisierung verschrieben. Solche Initiativen sind entscheidend, um junge Menschen auf die Herausforderungen der heutigen Welt vorzubereiten.
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Verantwortung und Engagement immer wichtiger werden, zeigt sich in Jena, dass sowohl Schüler als auch Lehrer bereit sind, für ihre Überzeugungen einzustehen und aktiv zu werden. Das ist nicht nur ermutigend, sondern auch notwendig, um die Welt von morgen zu gestalten.
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