Am 6. Juli 2026 feierte der Jenaer Sporthistoriker Hans-Georg Kremer einen ganz besonderen Geburtstag: seinen 80. In einer Zeit, in der die Gesellschaft oft hektisch und schnelllebig ist, konnte Kremer auf ein Leben zurückblicken, das ganz im Zeichen des Sports und der Laufbewegung steht. Er ist nicht nur Mitbegründer des legendären Rennsteiglaufs, sondern hat auch zahlreiche andere Laufveranstaltungen ins Leben gerufen und geprägt. Der GutsMuths Rennsteiglaufverein ehrte ihn anlässlich dieses Meilensteins mit einer feierlichen Zeremonie, die die Bedeutung seiner Arbeit für die Region und den Sport unterstrich.

Vereinspräsident Uwe Albus überreichte ihm eine Tafel mit herzlichen Glückwünschen, die sogar aus Boston, Berlin und Ottawa kamen – beeindruckend, oder? Kremer war von 1973 bis 1975 Gesamtleiter des Rennsteiglaufs, der sich zur größten Breitensportveranstaltung der ehemaligen DDR entwickelte. 1977 gründete er den Kernberglauf in Jena und war von 1990 bis 2011 Direktor des Hochschulsports an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Ein Mann, der nicht nur verwaltet, sondern auch aktiv gestaltet und mit Leidenschaft organisiert hat! Zudem setzte er sich intensiv für die Aufarbeitung der Geschichte des Rennsteiglaufs ein. Mehr dazu hier.

Ein Leben für den Sport

Kremer gilt als der Vater des Rennsteiglaufs. Ab 1971 organisierte er Läufe auf dem Rennsteig von Weimar und Jena aus, und 1973 nahm er am ersten GutsMuths-Gedenklauf über 100 Kilometer teil. Dieser Lauf war nicht nur ein Test für die Ausdauer, sondern wurde zur Keimzelle des späteren Rennsteiglaufs. In seiner Zeit als Gesamtleiter brachte er den Lauf von einem Geheimtipp zu einem der wichtigsten Massenläufe der DDR, organisiert von ehrenamtlichen Helfern. Nach der Wende erlebte der Lauf einen weiteren Aufschwung und wurde sogar zum größten Crosslauf Europas. Kremer war nicht nur für die Organisation zuständig, sondern übernahm auch die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing. Ein wahres Multitalent!

Seine Verdienste sind nicht zu übersehen – 1990 wurde der Rennsteiglauf mit dem UNESCO-Sportpreis ausgezeichnet, eine Ehre, die Kremer und sein Team in Ottawa entgegennahmen. Bis ins Jahr 2024 nahm er an allen Rennsteigläufen teil, was für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Leidenschaft für das Laufen spricht. Kremer bleibt sportlich aktiv und plant weiterhin, im Mai 2026 seinen 53. Rennsteiglauf zu absolvieren. Das ist schon beeindruckend, oder?

Die Geschichte des Laufens

Wenn man über Kremer und seine Laufveranstaltungen nachdenkt, ist es interessant, sich die Wurzeln des Laufens anzusehen. Schon in der Altsteinzeit waren unsere Vorfahren Läufer – damals eher aus dem Bedürfnis heraus, Nahrung zu suchen, denn aus Vergnügen. Laufwettkämpfe in der Form, wie wir sie heute kennen, haben ihre Ursprünge bei den Olympischen Spielen der Antike, die ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. stattfanden. Die Disziplinen umfassten Stadionlauf und Langlauf, und die Olympiasieger wurden mit Ruhm und Ehre belohnt. Auch wenn die Zeiten sich geändert haben, bleibt das Laufen eine der populärsten Sportarten weltweit.

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Die Zunahme von Joggern in Stadtparks und auf Wanderwegen zeigt, dass Laufen nicht nur eine individuelle Sportart ist, sondern auch Gemeinschaft stiftet. Kremer hat mit seinen Veranstaltungen einen Teil dazu beigetragen, dass Laufen in Deutschland so beliebt ist. Lebensqualität, Gesundheit und der Spaß an der Bewegung – all das geht Hand in Hand. Hans-Georg Kremer hat mit seinem Engagement und seiner Leidenschaft dafür gesorgt, dass das Laufen nicht nur ein Sport, sondern auch ein Erlebnis ist, das Menschen über Generationen verbindet.

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