WORT Nord: Förderung einer weltoffenen Region in Nordhausen
In Nordhausen hat das ESF Plus-Projekt WORT Nord der Hochschule Nordhausen (HSN) kürzlich zwei bedeutende Veranstaltungen ins Leben gerufen, die das Ziel verfolgen, eine weltoffene Region zu fördern. Am 10. Juni fand der Campus-Kickoff statt, bei dem zahlreiche Studierende die Möglichkeit hatten, sich über die Angebote des Projekts zu informieren. In einer lockeren Atmosphäre im Studierendenclub „Karzer“ berichtete Aisha Salihu von ihren strategischen Tipps zur Vorbereitung auf MINT-Berufe – ein Thema, das viele junge Menschen brennend interessiert. Amir Fereidouninasab gab Einblicke in seine Vorbereitungen für eine Jobmesse in Erfurt und teilte seine Erfahrungen mit potenziellen Arbeitgebern. Das Event war nicht nur informativ, sondern bot auch Raum für einen informellen Austausch, sogar eine Karaoke-Runde sorgte für Auflockerung!
Nur wenige Tage später, am 13. Juni, präsentierte sich WORT Nord erstmals beim 56. Rolandsfest. Hier stellte das Projektteam seine Pläne für einen zukünftigen Begegnungsort am Kornmarkt 3 vor, unterstützt von der Stadt Nordhausen. Das Interesse war groß: Rund 100 Besuchende stimmten auf Schautafeln über bereits gesammelte Ideen ab und reichten eigene Vorschläge ein. Die Wünsche waren vielfältig – von Spieleabenden über kostenloses WLAN bis hin zu kulturellen Veranstaltungen und Unterstützung bei der Jobsuche. Sogar Anregungen für ein Repair-Café oder Elternnachmittage wurden geäußert. Die Umsetzbarkeit dieser Ideen wird im weiteren Planungsprozess nun genauer unter die Lupe genommen.
Ein starkes Team für eine weltoffene Region
Das Projekt WORT Nord, das am 9. März 2026 gestartet ist, hat sich zum Ziel gesetzt, Nordthüringen als Lebens-, Lern- und Arbeitsraum für internationale Studierende und Fachkräfte zu stärken. Um dies zu erreichen, setzt das Team, bestehend aus zwölf Mitgliedern – darunter fünf Mitarbeitende und drei Professoren der Hochschule Nordhausen sowie vier Mitarbeitende aus Jena – auf interkulturelle Öffnung und Vernetzung in der Region.
Die Expertise des Jenaer Teams vom Verein interculture.de e.V. wird hier besonders geschätzt. Die Arbeit ist in zwei zentrale Handlungsfelder gegliedert: Zum einen die Qualifizierung an der Hochschule Nordhausen, zum anderen die Förderung sozialer Bindungen und Kooperationen in der Region. Ein ganzheitlicher Ansatz, der auf Zukunftsdenken und -handeln setzt, soll helfen, die Lücken zwischen Problembewusstsein und konkretem Handeln zu schließen. Der gesamte Prozess wird durch Fördermittel von rund 2 Millionen Euro, bereitgestellt vom Freistaat Thüringen aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+), unterstützt. Die Projektlaufzeit erstreckt sich von November 2025 bis Oktober 2028.
MINT-Bildung und Diversität im Fokus
Das Engagement für MINT-Bildung ist auch in anderen Regionen Deutschlands stark ausgeprägt. Das Projekt meerMINT in Bremen und Bremerhaven beispielsweise zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren spielerisch an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik heranzuführen. Aktivitäten wie Tüfteln, Programmieren und Experimentieren stehen hier im Vordergrund. Dabei wird auch auf die Hürden eingegangen, die es für diverse Zielgruppen in der MINT-Praxis gibt – sei es durch räumliche Barrieren oder sprachliche Schwierigkeiten. Diese Herausforderungen sind nicht nur in Bremen präsent, sondern auch in Nordhausen, wo die Hochschule Nordhausen mit ihrem Projekt WORT Nord eine inklusive und vielfältige Gemeinschaft fördern möchte.
Das Projektteam plant bereits eine erneute Teilnahme am Rolandsfest im Jahr 2027 und hat zudem großes Potenzial im Thüringentag, der 2024 parallel zum Rolandsfest in Nordhausen stattfinden wird. Es bleibt spannend, wie sich die Ideen und Projekte weiterentwickeln werden – und welche neuen Impulse sie für die Region setzen können.
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