Ein spannendes Projekt für die Region Saale-Orla-Kreis nimmt Formen an: Der Neubau der Linkenmühlenbrücke über den Hohenwartestausee kann endlich realisiert werden. Nachdem der Kreistag Saalfeld-Rudolstadt und der Saale-Orla-Kreistag ihre Zustimmung gegeben haben, gab es auch aus dem Kreistag in Schleiz eine klare Mehrheit für die Hängebrücke. Mit Baukosten von etwa 12 Millionen Euro wird der Bund 7 Millionen und das Land 4 Millionen Euro beisteuern. Das lässt die beiden Landkreise mit nur 1 Million Euro Eigenanteil dastehen – das klingt doch nach einem soliden Deal für alle Beteiligten! (Quelle)

Die Diskussion über die Brücke hat durchaus einige Wellen geschlagen, vor allem bezüglich der Prioritäten. Radfahrer sollen hier Vorrang haben, während der Pkw-Verkehr gewisse Beschränkungen erfahren wird. Geplant sind eine Fahrspur für Anwohnerautos, die mit Ampeln geregelt wird, sowie eine permanente Fahrradspur in beide Richtungen. Die Brücke wird eine Traglast von 30 Tonnen haben, was für Feuerwehr und Rettungsdienste enorm wichtig ist. Interessanterweise gab es auch Stimmen aus den Fraktionen UBV und AfD, die sich gegen den Brückenbau ausgesprochen haben. Die alte Linkenmühlenbrücke, die 1945 im Zweiten Weltkrieg gesprengt wurde, hat in der Region eine lange Geschichte – und nun wartet man seit 81 Jahren auf eine neue Verbindung!

Der Weg zum Neubau

Am 20.03.2026 fand eine Sitzung des Ausschusses für Bau und Vergabe statt, in der die Details für den Neubau erörtert wurden. Landrat Marko Wolfram erklärte, dass eine „ganz normale Straßenbrücke“ aus finanziellen Gründen nicht umsetzbar war. Stattdessen fiel die Wahl auf eine Hängebrücke, die in enger Absprache mit dem Büro Setzpfand entworfen wurde – kleiner, leichter und regional angepasst. Mit einem Entwurf, der die Traglast auf 30 Tonnen erhöht, wird auch die Nutzung durch Busse und Feuerwehrfahrzeuge ermöglicht. Die Fahrbahnbreite von 5,10 Metern sorgt für einen sicheren Verkehr zwischen Bussen und Radfahrern.

Die Bürgermeister der Anliegergemeinden haben sich für das Projekt stark gemacht, auch wenn der Entwurf als Radwegebrücke mit Sondernutzung für PKW nicht den ursprünglichen Wünschen entsprach. Es gibt jedoch eine Einigkeit darüber, dass die Notwendigkeit der Aufstufung zur Kreisstraße für die Zubringerstraßen unumgänglich ist. Ausschussmitglied Kerstin Barczus warb um Zustimmung zur Vorplanung und betonte die Bedeutung des Projekts für die Region.

Finanzielle Unterstützung und Radverkehr

Ein weiterer interessanter Aspekt des Neubaus ist die Einbindung in das bundesweite Sonderprogramm für Radverkehrsinfrastruktur. Seit 2021 können Länder und Gemeinden Mittel für solche Projekte beantragen, und das Programm „Stadt und Land“ wurde bis 2030 verlängert. Insgesamt stehen bis dahin rund 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung – eine echte Chance, um den Radverkehr zu fördern und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Dies könnte auch für die geplante Brücke von Bedeutung sein, denn sie wird dazu beitragen, den Verkehr auf das Rad zu verlagern, insbesondere im ländlichen Raum. Über 3.500 Maßnahmen wurden bereits bundesweit im Rahmen dieses Programms bestätigt – und die Linkenmühlenbrücke könnte bald dazugehören. (Quelle)

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Das Genehmigungsverfahren für den Neubau beginnt im Jahr 2026. Die Vorfreude auf die neue Brücke ist spürbar, und die Menschen in der Region warten gespannt auf die Realisierung dieses längst überfälligen Projekts. Wie gesagt, die Mühlenfähre, die die Ufer bisher verbunden hat, wird mit dem Neubau ihren Betrieb einstellen – ein Zeichen des Fortschritts, das sich hoffentlich bald in einer lebendigen Verkehrsstruktur niederschlagen wird.

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